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Dünnschichttrocknung

Trocknung bis zur Pulverform

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Wolfgang Engl / Wolfgang Ernhofer

Vertikale Dünnschichttrockneranlage
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Vertikale Dünnschichttrockneranlage (Bild: GIG Karasek)

In den letzten Jahren hat sich das indirekte Trocknungsverfahren im Vertikal- oder Horizontaltrockner als besonders produktschonend und wirtschaftlich erwiesen. Das Verfahren zeichnet sich durch den Wegfall von Emissionen (Geruch, Gase, Staub, Lärm) aus, und die Apparate überzeugen durch kompakte Bauweise sowie geringen Wartungsaufwand und Platzbedarf.

Der Dünnschichttrockner ist eine Sonderbauform des Dünnschichtverdampfers, in dem das Produkt kontinuierlich über den gesamten Umfang der Heizwand verteilt, mithilfe spezieller Streich bzw. Förderelemente der Wandkontakt ständig erneuert und der Produktstrom zugleich weitertransportiert wird. Die Rotorblätter berühren den Heizmantel nicht, verhindern jedoch durch massiv gebaute, mit definiertem Spalt angeordnete Wischerelemente eine Verkrustung bzw. Verblockung der Heizfläche, wie dies oft beim Verdampfen von Flüssigkeiten mit Feststoffen entstehen kann.

Durch diese Wischerkonstruktion besteht im Trockner die Möglichkeit, flüssiges Einsatzprodukt bis hin zur Pulverform aufzutrocknen. Die Aggregate können sowohl einzeln (Vertikal/Horizontal) als auch kombiniert (Vortrocknung im vertikalen, Nachtrocknung im horizontalen Verdampfer) eingesetzt werden. Wenn beide Varianten vereint werden, können in einem Trennprozess zwei unterschiedliche Verdampferbauarten mit den jeweiligen Vorteilen genutzt werden.

Die inneren Werte des vertikalen Dünnschichttrockners zählen

Das Innere des vertikalen Dünnschichttrockners überzeugt vor allem mit einem Rotorsystem, das mit Pendelschlägerwischer bestückt ist. Dieses wird häufig zur kontinuierlichen Trocknung von flüssigen Produkten zu Feststoff in einem Prozessschritt eingesetzt. Die massiven Pendelschläger halten nicht nur einen optimalen Wärmeübergang durch ständiges Abreinigen von Verkrustungen an der Heizfläche aufrecht, sondern gewährleisten auch lange Standzeiten der Wischerblätter aufgrund der verschleißarmen Konstruktion.

Zusätzlich zeichnet sich der Trockner nicht nur durch Produktschonung und kurze Verweilzeiten aus, sondern garantiert auch geringen Energieverbrauch, was zu einer optimalen Ausbeute an Produktqualität unter ökonomischen Gesichtspunkten führt.

Die Haupttrocknung erfolgt im oberen Teil des Apparates, während im unteren Bereich nur noch die Restfeuchte entfernt wird, welche meist im Zusammenhang mit einer Phasenumwandlung von flüssig auf fest in der Slurry-Zone einhergeht. Die Brüden werden in der Regel über ein Vakuumsystem abgesaugt, und der Feststoff wird z.B. über eine Schleuse kontinuierlich ausgetragen.

Die vertikalen Dünnschichttrockner werden hauptsächlich für die Trocknung von Chemieprodukten, Suspensionen oder salzhaltigen Lösungen eingesetzt. Auch für die toxische Abwasseraufbereitung sind Dünnschichttrockneranlagen gut geeignet.

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