Drucklufttechnik

Trends in der Drucklufttechnik: Energieeffizienz und ölfreie Druckluft sind Topthemen

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Innovative Lösungen sind gefragt

Zur optimalen Auslastung und Steuerung einer Druckluftanlage bedarf es geeigneter Instrumente, um einen Zustand bzw. Trend im Verbrauch möglichst zeitnah genau zu erfassen und auszuwerten. Leckagen lassen sich mit einem Leckagesuchgerät, wie dem Leak Detector Metpoint LKD von Beko, ermitteln. Entweicht Druckluft, so kommt es zur Reibung der Gasmoleküle an der Rohrleistungswand. Diese Reibung erzeugt einen hochfrequenten, nicht hörbaren Ultraschall. Das Gerät erfasst den Ultraschall, wandelt ihn in hörbaren Schall um und zeigt diesen optisch an.

„Druckluftspezifische Messtechnik wird hier eine führende Rolle übernehmen, denn nur was man messen kann, kann man auch managen“, ist Stützel überzeugt. Angefangen von einem AirAudit über Messtechnik bis hin zu energieeffizienten Produkten und Systemlösungen bietet Beko alles für eine wirtschaftliche Druckluftaufbereitung. Stützel ist sich sicher, dass das Thema Energieeffizienz weiterhin das Handeln bestimmen und die Herstellerfirmen herausfordern wird.

Druckluft in höchster Qualität

Das zweite große bestimmende Thema ist die Erzeugung ölfreier Druckluft. „Grundsätzlich wächst in der chemischen Industrie die Anforderung nach ölfreier Druckluft, um mögliche Kontaminationen mit ölhaltiger Luft von vorne herein auszuschließen“, so Brand. In vielen Bereichen der mitteleuropäischen Prozessindustrie werden sensible Produkte hergestellt.

Dazu zählen unter anderem die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, pharmazeutische und medizintechnische Unternehmen und die Elektronikbranche. Hier dürfen die Endprodukte nur mit absolut sauberer Luft in Kontakt kommen. „Ein Standardkompressor ist öleingespritzt und beinhaltet Ölbestandteile in der Druckluft, die zu Schädigungen am Endprodukt und zu teuren Ausfällen führen können. Das Ausfiltern der Ölbestandteile ist teuer und risikobehaftet, da z.B. auch ein Filterelement brechen kann“, führt Rau aus.

Daher gibt es in der Industrie einen klaren Trend zu ölfreien Kompressoren, die mit Wassereinspritzung oder als sogenannte Trockenläufer ohne Öleinspritzung in den Verdichtungsraum auskommen und absolut ölfreie Druckluft erzeugen. „Diese Kompressoren sind zwar teurer als Standardverdichter, aber die Gesamtkostenrechnung ist vielfach günstiger, da Druckverluste über die Filter und Filterwartung entfallen. Auch das ist oft beim Endkunden nicht bekannt“, ergänzt Rau.

Ein Beispiel ist der Duplexx-Schraubenkompressor von Almig mit einem innovativen Antriebskonzept: Hier sind die drehzahlgeregelten Motoren direkt an die Verdichtereinheiten gekoppelt, mit einem Antriebs-Wirkungsgrad von 99,9%. Dadurch wird die marktübliche, komplexe Getriebelösung umgangen, und Übertragungsverluste werden nahezu eliminiert. Zusätzlich sorgt eine selbstlernende Steuerung für zusätzliche Energieeinsparungen bis zu 7%. Die Duplexx wurde vom TÜV bezüglich Ölfreiheit nach Klasse 0 (ISO 8573-1) – also der bestmöglichen Reinheitsklasse – zertifiziert.