Drucklufttechnik

Trends in der Drucklufttechnik: Energieeffizienz und ölfreie Druckluft sind Topthemen

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Analyse kommt vor Optimierung

Die Einsparpotenziale lassen sich sowohl bei bestehenden Anlagen als auch bei Neuanlagen heben. Der erste Schritt hin zu einer energieeffizienteren Drucklufterzeugung und -verteilung ist die genaue Analyse des Ist-Zustandes mit Bedarfsmessung. Dabei wird der Druckluftverbrauch einschließlich aller Schwankungen genau bestimmt.

Welcher Druck ist für den Betrieb überhaupt nötig? Nicht selten ist das Netz überdimensioniert. Aber auch der umgekehrte Fall treibt die Kosten in die Höhe. Kommt bei einem Druckluftwerkzeug ein bar weniger als ursprünglich berechnet an, wird dies meist mit längeren Arbeitszeiten bezahlt, weil die Werkzeuge nicht ihre wahre Leistung abrufen können.

Bei bestehenden Anlagen führt Almig als ersten Schritt eine Verbrauchsanalyse durch. Anhand dieser Analyse lässt sich dann eine bestehende Anlage optimieren. „Drehzahlgeregelte Kompressoren produzieren Druckluft genau zum Anwenderbedarf, so entfallen teure Leerlaufzeiten bei Kompressoren“, erläutert Rau. Bei Anlagen aus mehreren Kompressoren optimieren übergeordnete Steuerungen den Energieeinsatz, z.B. durch Reduzierung des Gesamtdrucks.

Ein ganz wichtiger, zu selten beachteter Punkt, ist Wärmenutzung. „Über 90% der eingesetzten Energie werden in Wärme gewandelt. Diese Wärme sollten sich Anwender unbedingt zu nutze machen und über integrierte oder externe Wärmetauscher Prozess- oder Brauchwasser aufwärmen“, ermutigt Rau die Anwender „Hier schlummert immer noch enorm hohes Potenzial zur Energieoptimierung. Oftmals geht es um mehrere 10 000 Euro pro Jahr!“

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