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EU-Projekt Energy-X

Transformative Chemie soll eine nachhaltige energetische Zukunft sichern

| Redakteur: Alexander Stark

Das kürzlich gestartete EU-Projekt Energy-X soll wissenschaftlichen Grundlagen und Technologien für die wirtschaftliche Produktion von CO2-neutralen Kraftstoffen, Chemikalien und Materialien entwickeln. Über die kommenden 12 Monate sind europäische Wissenschaftler und die Industrie dazu aufgerufen, eine strategische Roadmap für eine große Forschungsinitiative zu entwickeln, die die effiziente Umwandlung von Solar- und Windenergie in chemische Energieträger vorbereitet.

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Das EU-Projekt Energy-X, eine “Coordination and Support Action” im EU-Programm Horizon 2020, ist am 4. März 2019 in Prag gestartet.
Das EU-Projekt Energy-X, eine “Coordination and Support Action” im EU-Programm Horizon 2020, ist am 4. März 2019 in Prag gestartet.
(Bild: Energy-X)

Prag/Tschechien – Das Projekt umfasst 13 Partner aus ganz Europa (Technische Universität Dänemark, Max-Planck-Gesellschaft, Universität Ghent, Polnische Akademie der Wissenschaften, CEA, Tschechische Akademie der Wissenschaften, Universität Utrecht, ERIC aisbl, ETH Zürich, RWI, Technische Universität Valencia, Dechema und EERA aisbl) und wird von einer großen Gruppe von Industrieunternehmen unterstützt.

Energy-X wird neue wissenschaftliche Erkenntnisse und disruptive Technologien auf dem Gebiet der molekularen und Grenzflächenkatalyse beisteuern und diese gemeinsam mit der europäischen Industrie auf industrierelevante Bedingungen skalieren. Drei wichtige chemische Prozesse zur Umwandlung von Wasser, CO2 und N2 in Kraftstoffe und Basischemikalien stehen dabei im Fokus.

Event-Tipp der Redaktion Das von PROCESS organisierte Energy Excellence Forum am 15./16. Mai 2019 in Frankfurt am Main zeigt eine Vielzahl von technischen Konzepten und Lösungen zur Steigerung der Energieeffizienz. Welche Themen beim letzten Energy Excellence Forum diskutiert wurden, lesen Sie in unserem Beitrag „Energy Excellence Forum 2018 – Strategien für mehr Energieeffizienz“.

Jens K. Nørskov, Villum Kann Rasmussen Professor an der Technical University of Denmark und Koordinator des Projekts erklärte, dass ein Umfeld generieren werden soll, in dem die bisher ungelösten Hürden für diese chemischen Prozesse überwunden werden können. Dabei sollen nicht nur skalierbare wissenschaftliche Lösungen entwickelt, sondern dieses Wissen auch in zwei Demonstrationsprojekte überführt werden. Dabei gehe es um die Herstellung von CO2-neutralen Flugzeugkraftstoffen und um die dezentrale Herstellung von Düngemitteln mit einem CO2-Fußabdruck von Null.

Das EU-Projekt führt interdisziplinäre akademische Forschung (Chemie, Physik, Verfahrenstechnik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) mit branchenübergreifender Industrieexpertise zusammen (Chemie, Verfahrenstechnik, Versorgungswirtschaft, Verkehrssektor, Landwirtschaft), um eine Plattform für Zukunftstechnologien zur chemischen Energieumwandlung zu schaffen. Das Projekt soll die weltweite Technologieführerschaft der europäischen Energie- und Chemieindustrie konsolidieren und ausbauen, um so Arbeitsplätze und nachhaltiges Wachstum in der EU zu schaffen, teilten die Verantwortlichen mit.

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