Erdölverarbeitung Total modernisiert Destillationsanlage

Redakteur: Marion Wiesmann

Die Total Raffinerie Mitteldeutschland investiert 51 Millionen Euro in die Erneuerung der Destillationsanlage, dem Herzstück der Erdölverarbeitungsanlage.

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Total Raffinerie in Leuna Bild: Total Raffinerie Mitteldeutschland
Total Raffinerie in Leuna Bild: Total Raffinerie Mitteldeutschland
( Archiv: Vogel Business Media )

Spergau – Ziel der 51-Millionen-Investition an der Destillationsanlage von Total Raffinerie Mitteldeutschland ist, den Anteil von Ottokraftstoffen zugunsten von Mitteldestillaten zu verringern. Das Spergauer Unternehmen reagiert damit auf die gestiegene Nachfrage nach Diesel und Kerosin.

Die bereits begonnenen Baumaßnahmen an der Destillationsanlage werden im wesentlichen bei laufendem Betrieb erfolgen und sollen bis zum Frühjahr 2008 abgeschlossen sein. Auf einem etwa 20 Meter hohen Apparategerüst sollen zusätzliche Aggregate, darunter acht Wärmetauscher, Platz finden. Auch die neuen Rohrleitungen an den Kolonnen, die benötigt werden, um später die bei der Destillation anfallenden Zwischenprodukte entnehmen zu können, sollen größtenteils bei laufendem Betrieb installiert werden. Erst in den letzten sieben Wochen der Baumaßnahme soll die Destillation nach Plan abgeschaltet werden, um auch das Innenleben der Kolonnen erneuern zu können. Total plant, dies mit der letzten Phase der für das Frühjahr 2008 vorgesehenen Generalinspektion zu verbinden, bei der die gesamte Erdölverarbeitungsanlage komplett abgeschaltet werden soll.

Erneuerte Öfen sparen Energie ein

Zum Investitionsvolumen gehört auch der Neubau eines Tanks. Der rund 15 Meter hohe Behälter mit einem Fassungsvermögen von 15 000 Kubikmetern wird benötigt, um das künftig zusätzlich produzierte Kerosin zu lagern. Die Modernisierung der Destillationsanlage hat neben der veränderten Produktionsstruktur noch einen zweiten positiven Effekt: Die erneuerten Öfen sollen künftig insgesamt rund fünf Prozent weniger Heizgas benötigen. Das würde nicht nur die Energiekosten der Spergauer Raffinerie reduzieren, sondern auch eine deutliche Verringerung ihres CO2-Ausstoßes bedeuten.

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