Innovationspreis Top-100-Siegel 2021 für Endress+Hauser

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Sind Innovationen das Ergebnis planvollen Vorgehens oder ein bloßes Zufallsprodukt? Die Antwort auf diese Frage entscheidet – neben dem Kriterium, wie sich Lösungen am Markt durchsetzen – über die Auszeichnung als innovativer Mittelständler im Top-100-Wettbewerb. Für Endress+Hauser Level+Pressure ist das Siegel eine wichtige Bestätigung für den Unternehmenskurs.

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Die Mitarbeitenden von Endress+Hauser sollen ihre Innovationskraft entfalten können.
Die Mitarbeitenden von Endress+Hauser sollen ihre Innovationskraft entfalten können.
(Bild: Endress+Hauser)

Reinach/Schweiz, Maulburg – Die Preisträger des Top-100-Wettbewerbs werden in einem wissenschaftlichen Auswahlverfahren ermittelt. Ein Team um den Innovationsforscher Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien legt dabei rund 120 Prüfkriterien zugrunde. Für Endress+Hauser Level+Pressure war es die erste Teilnahme an dem Wettbewerb. Das Familienunternehmen entwickelt und produziert in Maulburg Geräte und Dienstleistungen zur Füllstands- und Druckmessung sowie Lösungen für das Bestandsmanagement.

Dr. Peter Selders, Geschäftsführer von Endress+Hauser Level+Pressure, freut sich über die Wahl unter die Top 100 der innovativsten Unternehmen Deutschlands.
Dr. Peter Selders, Geschäftsführer von Endress+Hauser Level+Pressure, freut sich über die Wahl unter die Top 100 der innovativsten Unternehmen Deutschlands.
(Bild: Endress+Hauser)

Laut den Forschern schnitt Endress+Hauser in den Kategorien „Prozesse/Organisation“ und „Innovationsklima“ am besten ab. Bei diesen Kriterien geht es darum, wie Innovationsprozesse im Unternehmen organisiert werden und inwiefern das Arbeitsumfeld der Mitarbeitenden Kreativität ermöglicht. Aus diesem Grund freut sich Geschäftsführer Dr. Peter Selders besonders über die Auszeichnung: „Unser wichtigstes Ziel ist es, den Mitarbeitenden mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen und mehr Eigenverantwortung zu übertragen“, sagt er. „Damit möchten wir sie dazu ermutigen, neue Wege zu gehen und sich selbst und ihre Innovationsfähigkeit zu entfalten.“

Als Beleg für die gezielte Förderung der Innovationskraft kann Endress+Hauser unter anderem auf die Schulungsangebote für Mitarbeitende verweisen sowie auf die Gründung eines Innovation Lab und die Kopplung des Innovationsmanagements an die Geschäftsleitung. Das Innovation Lab soll als Keimzelle für neue Herangehensweisen und Geschäftsmodelle dienen – und erfolgreiche Methoden ins Kerngeschäft übertragen. Entscheidende Faktoren für beschleunigte Prozesse sind laut Peter Selders auch Methoden wie das sogenannte Critical-Chain-Projektmanagement. Dabei geht es um die Fokussierung auf Projektengpässe und deren Optimierung. „Damit ist es uns gelungen, die Zahl der Projektabschlüsse mit derselben Teamstärke innerhalb eines Jahres mehr als zu verdoppeln“, sagt der Geschäftsführer.

Für Endress+Hauser ist die Wahl unter die Top-100-Innovatoren bereits die zweite Auszeichnung in kurzer Zeit: Im Mai erhielt ein Team des Unternehmens für die Entwicklung eines Multisensorsystems für Brauereien den Innovationspreis des AMA Verbands für Sensorik und Messtechnik. Die Top-100-Trophäe bekommt Endress+Hauser im November auf dem 7. Deutschen Mittelstands-Summit in Ludwigsburg von dem Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar überreicht. Er begleitet den Innovationswettbewerb als Mentor. Projektpartner sind außerdem die Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung und der Mittelstandsverband BVMW.

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