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Thyssenkrupp und H2U entwickeln Anlage zur nachhaltigen Produktion von Wasserstoff und Ammoniak

| Redakteur: Alexander Stark

Das australische Infrastrukturunternehmen Hydrogen Utility (H2U) hat Thyssenkrupp beauftragt, eine Machbarkeitsstudie für ein neues Projekt zur Herstellung von umweltfreundlichem Wasserstoff durchzuführen. In der Nähe von Port Lincoln im australischen Bundesstaat South Australia sollen unter anderem eine 30-MW-Wasserelektrolyse sowie eine Anlage zur Produktion von „grünem“ Ammoniak errichtet werden.

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Integrierter Anlagenkomplex zur Produktion von nachhaltigem Wasserstoff und Ammoniak.
Integrierter Anlagenkomplex zur Produktion von nachhaltigem Wasserstoff und Ammoniak.
(Bild: Thyssenkrupp)

Essen – Die geplante Anlage soll als eine der ersten kommerziellen Anlagen weltweit umweltfreundliches, CO2-freies Ammoniak aus nichts als Wasser, Luft und erneuerbaren Energien produzieren.

Dr. Attilio Pigneri, CEO von H2U, beschreibt das Projekt als einen wichtigen Meilenstein für Australiens Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren Energiezukunft. Die neue Anlage werde zum Lastausgleich im nationalen Stromnetz beitragen und umweltfreundliches Ammoniak für die lokale Landwirtschaft und die Aquakulturindustrie produzieren.

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Die geplante Anlage soll verschiedene innovative Wasserstofftechnologien integrieren. Hierzu zählt eine Multi-Megawatt-Elektrolyseanlage, die mithilfe von erneuerbaren Energien aus Wasser Wasserstoff produziert. In einer weiteren Anlage wird der „grüne“ Wasserstoff in Ammoniak umgewandelt. 50 Tonnen Ammoniak sollen so pro Tag produziert werden. Beide Anlagen basieren auf patentierten Technologien des deutschen Anlagenbauers. Darüber hinaus wird mithilfe einer wasserstoffbetriebenen Gasturbine mit einer Leistung von 10 MW und einer 5-MW-Wasserstoff-Brennstoffzelle Strom in das einheimische Netz eingespeist. Das staatlich geförderte Projekt befindet sich aktuell in der Entwicklungsphase.

Mit einem zunehmenden Anteil erneuerbarer Energiequellen am Energiemix wächst auch der Bedarf an Technologien zum Lastausgleich sowie zur Speicherung und sektorenübergreifenden Nutzung erneuerbarer Energien – nicht nur für elektrische Anwendungen, sondern auch für Bereiche wie Mobilität, Wärme und Chemie. Als Spezialist für den Bau von chemischen Anlagen kann thyssenkrupp auf Basis seiner Wasserelektrolyse-Technologie hierfür verschiedene, integrierte Lösungen anbieten. Dazu zählen unter anderem Verfahren zur Produktion von nachhaltigem Ammoniak, Methanol und synthetischem Erdgas (SNG).

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