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Technip und Chemetry unterzeichnen exklusive Zusammenarbeit Synergien bei Ethylendichlorid-Produktion

| Redakteur: MA Alexander Stark

Technip und Chemetry haben eine exklusive Kooperationsvereinbarung bei Lizenzvergaben und Enginieering-Aufträgen für Chemetrys eShuttle-Technologie und der Produktion von Ethylendichlorid unterzeichnet.

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Das eShuttle-Verfahren ist mit der Sauerstoffverzehrkathodentechnologie von Covestro kompatibel.
Das eShuttle-Verfahren ist mit der Sauerstoffverzehrkathodentechnologie von Covestro kompatibel.
(Quelle: Chemetry)

Moss Landing/USA — EDC ist ein chemischer Grundstoff, der hauptsächlich bei der Herstellung von PVC-Kunststoffen benötigt wird. Laut Hersteller senkt diese Technologie den Energieverbrauch sowie den Kohlendioxidausstoß und steigert die Sicherheit in der industriellen Herstellung. Das Verfahren nutzt Metallhalogenid, um daraus hochreines EDC ohne Erzeugung von Chlorgas herzustellen. Darüber hinaus sei der Prozess besonders für die Integration der ODC-Technologie (Oxygen Depolarized Cathode = Sauerstoffverzehrkathodentechnologie) geeignet, die den Energieverbrauch noch weiter senken soll. Die Technologie wurde in den Laboratorien und der integrierten Pilotanlage von Chemetry in Moss Landing erstmals angewandt.

Die Partner beabsichtigen die Erfahrungen des Unternehmens beim Bau von Elektrolyseanlagen und in der Halidchemie mit Technips Kompetenz in der Lizensierung, Prozessgestaltung, Enineering und Inbetriebnahme von Anlagen zu verbinden. Die Zusammenarbeit wird vom Standort in Boston aus geleitet und vom Büro in Lyon, Frankreich, unterstützt. Dr. Ryan Gilliam, Chemetry CEO, erklärte: „Seit der Gründung unseres Unternehmens beschäftigen wir uns damit, die Herstellung von Chemieprodukten neu zu definieren. Angefangen bei verringertem Energiebedarf und verbesserten Gewinnspannen bis hin zu umweltschonenderen Produkten und höherer Betriebssicherheit wird die von uns entwickelte Technologieplattform einen nachhaltigen Einfluss ausüben.“

Bei der eShuttle-Technologie kommen die gleichen Rohmaterialien zum Einsatz und es werden die gleichen Endprodukte erzeugt, wie bei konventionellen Verfahren. Dadurch eignet sie sich für die Umrüstung von bestehenden Chlor-Alkali/EDC Anlagen — insbesondere in Fällen mit hohen Energiekosten, so der Hersteller. Darüber hinaus sollen EDC-Produzenten dadurch in der Lage sein, ihre Produktion bei gleichem Platzbedarf und gleichem Energiebedarf zu erhöhen.

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