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Suspensionstrockner Suspensionstrockner gewinnt Feinstpartikel direkt aus der Suspension

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Soll Produkt aus einer Suspension gewonnen werden, ist dies häufig mit hohem prozesstechnischem Aufwand verbunden. Ein neuer Suspensionstrockner gewinnt Feinstpartikel direkt aus der Suspension oder Lösung in nur einem Prozessschritt.

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Mit dem Suspensionstrockner MSD lässt sich Feinstpulver direkt aus der Suspension gewinnen. (Bild: Nara)
Mit dem Suspensionstrockner MSD lässt sich Feinstpulver direkt aus der Suspension gewinnen. (Bild: Nara)

Viele Pulver werden heutzutage in Suspensionen zu Feinstpartikeln vermahlen oder durch chemische Reaktionen als Feinstpartikel gewonnen. Da in vielen Fällen das Pulver den Wertstoff darstellt, muss es durch einen Trocknungsprozess von der Flüssigkeit abgetrennt werden.

In den gängigen Trocknungsverfahren liegt das erzeugte Produkt agglomeriert vor. Häufig werden für die Weiterverarbeitung jedoch Feinstpartikel benötigt und das Produkt muss vermahlen werden – eine weitere Stufe im Prozess. Dieser zusätzliche Schritt kann durch den Nara-Suspensionstrockner MSD eingespart werden. Mithilfe des Suspensionstrockners lassen sich Feinstpartikel im µm- und nm-Bereich direkt aus Suspension gewinnen. Der Clou dabei: Die Größe der suspendierten Partikel und die des Endproduktes ist meist deckungsgleich.

Trocknungsverlauf

Trägerpartikel werden auf einem Lochboden durch eingeblasene Heißluft in ein Wirbelbett versetzt. In dieses Bett wird eine Suspension eingespeist. Durch die umherwirbelnden Partikel wird die Suspension zerstäubt und schlägt sich auf den Partikeln als Dampf nieder. Die Trocknung erfolgt, mittels eines heißen Gases. Ist das Trocknungsgas Luft, so erfolgt die Trocknung in folgenden Schritten:

Die Luft wird aus der Umgebung durch ein Gebläse angesaugt, vorgefiltert, erhitzt und schließlich in den Trockner eingespeist. Dort versetzt die heiße Luft das Trägermedium in ein Wirbelbett mit hohem Wärmeübergang. Die das Trägermedium benetzende flüssige Suspension wird durch die heiße Luft verdampft, sodass nur noch der Feststoff auf der Wirbelschicht verbleibt. Mit abnehmender Feuchte wird die Adhäsion zwischen Feststoff und Trägerpartikel so gering, dass die Feststoffpartikel sich aufgrund der Reibung und des Aneinanderstoßens der Trägerpartikel ablösen. Das Produkt wird mit der Abluft zum Zyklon und gegebenenfalls zum Beutelfilter transportiert und abgeschieden.

Neben der offenen Verfahrensweise, in der Luft einfach durch das System strömt, wird ein geschlossener Prozess gewählt, wenn organische Lösemittel verdampft werden sollen. Dann wird ein inertes Gas als Kreislauf- und Prozessgas eingesetzt und das Lösemittel auskondensiert.

(ID:20130500)