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Energie effizient nutzen

Sparen Sie mit Wärmerückgewinnung Betriebskosten

| Autor / Redakteur: Steffen Gülland* / Anke Geipel-Kern

Mozidar Coric und Mladen Bocek in der Ina-Raffinerie Sisak, Kroatien
Mozidar Coric und Mladen Bocek in der Ina-Raffinerie Sisak, Kroatien (Bild: TÜV Nord)

Betreiber spart durch Wärmerückgewinnung Betriebskosten. Statt die Anlage zu erweitern, setzt ein Chemieunternehmen ein Energieeffizienz-Projekt im Lösemittelstripper um. Durch den Einbau eines Plattenwärmetauschers kann die Kondensationswärme des Brüdendampfes zur Dampfproduktion genutzt werden. Das senkt Dampf- und Kühlwasserverbräuche und spart Energiekosten.

In den letzten Jahren gewinnt die Erarbeitung innovativer Lösungen zur Energieoptimierung und Erhöhung der Energieeffizienz bei der TÜV Nord-Tochtergesellschaft Encos zunehmend an Bedeutung. So entwickelten und realisierten die Fachleute im Kundenauftrag kürzlich ein Energieeffizienz-Projekt, bei dem mittels Wärmerückgewinnung in einer Strippanlage Dampf- und Kühlwasserverbräuche gesenkt und somit Energiekosten eingespart wurden.

Das Projekt wurde mit einem Auftraggeber aus der chemischen Industrie umgesetzt, der in einem seiner Werke organische und anorganische Chemikalien herstellt. Für die vorgesehene Kapazitätserweiterung einer Prozessanlage stießen die vorhandenen Utility- Systeme an ihre Kapazitätsgrenzen.

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Aufgrund der unzureichenden Dampf- und Kühlwasserversorgung drohte eine aufwändige Erweiterung der entsprechenden Systeme. Diese galt es zu vermeiden – mit dem zusätzlichen Ziel, den Verbrauch von Kühlwasser und Dampf durch Prozessoptimierung zu reduzieren und somit Energiekosten zu minimieren.

Die verfahrenstechnische Lösung

In der betroffenen Anlage wurde vor der Optimierung in einer Kolonne Lösungsmittel aus einem Produktstrom mittels Wasserdampf ausgestrippt. Die am Kolonnenkopf entstehenden Brüdendämpfe wurden anschließend mithilfe von Kühlwasser kondensiert und das aufkonzentrierte Lösungsmittel dem Prozess wieder zugeführt.

Zur energetischen Optimierung hat Encos nunmehr eine Lösung entwickelt, bei der die anfallende Kondensationswärme der Brüdendämpfe zur Dampfproduktion genutzt wird. Zu diesem Zweck werden die Dämpfe zur Kondensation einem Plattenwärmetauscher zugeführt. Der so erzeugte Dampf fällt auf niedrigem Druckniveau an.

Er wird anschließend mittels Ejektoren als Strippdampf in derselben Anlage wieder eingesetzt. Das ursprünglich zur Kondensation der Brüden notwendige Kühlwasser wird nun zum überwiegenden Teil eingespart. Zusätzlich verzichtete das Projektteam durch Nutzung des Naturumlaufprinzips auf eine normalerweise erforderliche Förderpumpe und erzielte somit eine zusätzliche Energieeinsparung.

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