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Unternehmen im Gespräch

Sondermaschinenbau aus Ilshofen

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Am Anfang des Unternehmens Bausch + Ströbel stand tatsächlich die berühmte Garage. Nämlich die, in der Siegfried Bullinger und seine beiden Mitstreiter ihre erste Abfüllmaschine zusammengebaut haben. Das ist lange her. Mittlerweile arbeiten in Ilshofen über 1100 Menschen, und die Anlagen werden in die ganze Welt exportiert.

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Die Geschäftsführenden Gesellschafter Siegfried Bullinger (li.) und Markus Ströbel im Hintergrund die neuen Gebäude.
Die Geschäftsführenden Gesellschafter Siegfried Bullinger (li.) und Markus Ströbel im Hintergrund die neuen Gebäude.
(Bild: Bausch+Ströbel )

Herr Bullinger, Der Weg von der Ampullenfüll- und Verschließmaschine für Haarfestiger bis zu einem der Marktführer in der Sterilabfüllung begann in einer Garage. Wie gelang dem Unternehmen der Durchbruch?

Siegfried Bullinger: Im Anfang galt es natürlich zuerst einmal, Vertrauen bei großen Kunden zu gewinnen. Als neues Unternehmen hat man ja noch keine Referenzen aufzuweisen. Hier hatten wir das Glück, dass unsere erste Ampullenfüll- und Verschließmaschine bei einem großen Kunden so gut ankam, dass er seine sämtlichen Auslandsniederlassungen damit ausstattete. Das war für uns auf dem Markt der eigentliche Durchbruch. Pro Stunde konnte diese sehr kleine und kompakte Tischmaschine 2500 Ampullen abfüllen und verschließen. Für damalige Verhältnisse eine Spitzenleistung – wenngleich natürlich nicht vergleichbar mit den heutigen B+S-Hochleistungsanlagen, die es auf bis zu 60 000 Stück pro Stunde bringen! Im Laufe der Jahrzehnte stellten wir uns natürlich immer wieder neuen technischen Herausforderungen. Denn wir hatten uns ja gerade deshalb selbständig gemacht, um neue Ideen umzusetzen, was bei unserem vorigen Arbeitgeber nicht möglich war.

Nach der Neuordnung der Gesellschafterstruktur im Jahr 2007 hat Bausch + Ströbel einen gewaltigen Sprung nach vorne gemacht. Es wirkte fast wie eine Befreiung. Was hat sich seitdem im Unternehmen verändert?

Bullinger: Tatsächlich haben die unterschiedlichen Vorstellungen über die Zukunft des Unternehmens unter den Gesellschaftern die Entwicklung damals gebremst. Nachdem eine Gesellschafterfamilie ausgeschieden ist, haben wir dies nun aber in kürzester Zeit wieder aufholen können. So hat sich die Mitarbeiterzahl seitdem von rund 800 auf jetzt über 1100 erhöht.

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