Pharma-Akquisition Solvay veräußert Pharmaaktivitäten an Abbott

Redakteur: Marion Henig

Solvay wird seine Aktivitäten neu auszurichten. Im Zuge dessen sollen sämtliche Pharmaaktivitäten für einen Unternehmenswert von 5,2 Milliarden Euro an Abbott veräußert werden. Auch die deutschen Mitarbeiter in Neustadt und Hannover sind betroffen.

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Luftaufnahme des Standorts Neustadt
Luftaufnahme des Standorts Neustadt
( Bild: Solvay )

Brüssel – Vorbehaltlich der Genehmigung der entsprechenden Wettbewerbsbehörden soll die Transaktion bis Ende des 1. Quartals 2010 abgeschlossen sein. Die Vereinbarung sieht vor, dass sämtliche Mitarbeiter von Solvay Pharmaceuticals sollen ohne Änderung der vertraglichen Arbeitsbedingungen übernommen werden.

In Deutschland sind über 1100 Beschäftigte betroffen, davon 260 im Werk Neustadt, das sich in den vergangenen Jahren auf das Enzympräparat Kreon spezialisiert hat. In Hannover dagegen sind Teile der Forschung und Zulassungsabteilungen beheimatet sowie die deutsche Vertriebsgesellschaft, Solvay Arzneimittel GmbH. Auch der globale Vertrieb wird von der Hansestadt aus gesteuert.

„Der Erwerb durch Abbott ist eine Anerkennung der Leistung des Pharmabereichs sowie der Stärken und Kompetenzen seiner Mitarbeiter. Der Bereich wird Abbott als führendes Unternehmen in dieser Branche weiter stärken“, kommentierte Werner Cautreels, General Manager des Unternehmensbereichs Pharma von Solvay, die geplante Transaktion.

Solvay plant, die Erlöse aus dem Verkauf zu reinvestisieren – sowohl in internes als auch in externes Wachstum. Dies soll in Geschäftsfeldern hoher Wertschöpfung und in strategischen Projekte auf dem Chemie- und Kunststoffgebiet erfolgen; aber auch durch Fortführung der geographischen Expansion in Regionen mit Wachstumspotenzial. Darüber hinaus will Solvay verstärkt Aktivitäten und neue Produkte mit geringerem Energie-„Fußabdruck“ entwickeln.

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