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Schutzkonzept für Bandtrocknung So wird Brandschutz bei Bandtrocknern richtig umgesetzt

| Autor / Redakteur: Denis Sauerwald / Sabine Mühlenkamp

Trocknungsanlagen sind in der Verfahrenstechnik – von der Lebensmittel- über die Zellstoff- bis hin zur Pelletherstellung – allgegenwärtig. Gemeinsam ist allen Bandtrocknern das Brandrisiko. Bereits kleinste Defekte können zum Problem hinsichtlich der Brandgefahr werden. Um nicht in die laufenden Prozesse eingreifen zu müssen, sind besondere Schutzkonzepte gefragt.

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Der neue Funkenmelder DLD 1/9 bietet dank intelligenter Detektionstechnologie (IDT) eine optimale Erkennungsleistung in jeder Umgebung.
Der neue Funkenmelder DLD 1/9 bietet dank intelligenter Detektionstechnologie (IDT) eine optimale Erkennungsleistung in jeder Umgebung.
(Bild: Grecon)

Schonendes Trocknen erfordert ein Spagat zwischen Energieeffizienz und Leistung. Durch neue Umweltschutzrichtlinien und eine schonendere Trocknungsweise mit geringer mechanischer Belastung werden Bandtrockner vermehrt als Haupttrockner eingesetzt. Die Feuchte wird auf ein Minimum reduziert und die Brandgefahr steigt. Brandschutz ist daher bei Bandtrocknern extrem wichtig, weil bereits kleinste Defekte oder unkorrekte Prozessparameter eine Gefahr darstellen. Dazu können sich in Trocknern Ablagerungen bilden. So entstehen hohe Brandlasten, die durch eingetragene Funken oder hohe Temperaturen in Brand geraten können. Um ein solches Szenario zu vermeiden, gilt es Zündinitiale und Entstehungsbrände frühzeitig zu erkennen und zu löschen.

Brandgefahr durch Überhitzung oder technische Defekte

Generell ist die Brandgefahr in Trocknungsanlagen sehr hoch. Ein Brand bedroht nicht nur das wirtschaftliche Überleben des betroffenen Unternehmens, sondern auch Menschenleben. Vorbeugender Brandschutz ist absolut notwendig, um Brände zu vermeiden und das möglichst ohne Produktionsunterbrechung. Gerade der vorbeugende Brandschutz bei Bandtrocknern, unabhängig davon, ob es sich um große oder kleine Bandtrockner handelt, sollte von Experten geplant und dem Prozess optimal angepasst sein. Dabei gilt es, den Trocknungsprozess nicht zu unterbrechen und so wenig wie möglich in die Produktion einzugreifen.

Angesichts der zur Trocknung notwendigen Wärme kann es leicht zu einer Überhitzung der zu trocknenden Materialien kommen. Eine solche Überhitzung kann durch technische Defekte, z.B. ein plötzlicher Bandstillstand, durch Reibung oder durch falsch eingestellte Prozessparameter erzeugt werden. Übertrockenete Ablagerungen im Trockner sind besonders gefährdet. Zudem können Glutnester und/oder Funken in nachgelagerte Prozesse verschleppt werden. Auch durch Reibung in Lagern kann ein Brand ausgelöst werden.

Unterschiedliche Risiken – immer den richtigen Detektor

Fagus-Grecon bietet ein breites Spektrum an verschiedenen Meldern und Gegenmaßnahmen. Das ermöglicht einen präventiven Schutz ohne Produktionsunterbrechung durch die frühzeitige Erkennung kleinster Funken mit hochsensiblen Sensoren und die effektive Löschung mit minimalem Wassereinsatz – Löschen bevor es brennt.

So kann der Funkenmelder Grecon DLD 1/9 hochsensibel und unempfindlich gegenüber Tageslicht Funken und heiße Teile erkennen. Dieser mit der neuen intelligenten Detektionstechnologie (IDT) anpassungsfähige Funkenmelder kann zudem durch die Funkenerkennung an Übergabestellen nachgelagerte Bereiche schützen. Je nach Gefahrenpotenzial lassen sich dazu unterschiedliche Alarmlevel einstellen. Dabei veranlasst Alarmlevel 1 die Funkenlöschung und Alarmlevel 2 die gesamte Trocknerlöschung.

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Schon gewusst?

Explosionen und Brände sind in vielen Branchen hohe Risikofaktoren. Dabei entsteht ein Brand häufiger als gedacht, so bricht in deutschen Unternehmen alle fünf Minuten ein Brand aus. Häufig entstehen die Schäden in nachgelagerten Anlagenteilen und nicht beim Ursprung des Funkens (z.B. Trockner oder Brenner).

Die Schadenssumme für deutsche Betriebe beträgt über zwei Milliarden Euro pro Jahr. Dazu kommen oft große Folgeschäden. Doch damit nicht genug: Lediglich ein Drittel der Unternehmen überlebt, allerdings häufig nur durch Fusionen oder Aufkauf. Ein weiteres Drittel ist direkt durch Brandschäden insolvent, ein weiteres Drittel ist durch Kundenverlust innerhalb von drei Jahren insolvent.

Konzepte, wie sich Brandschäden verhindern lassen, gibt es vom 22.-24. April 2020 auf dem 12. Grecon-Brandschutzsymposium in Fulda.

Daneben sorgt Fagus-Grecon mit einem großen Melderportfolio dafür, dass es für die unterschiedlichsten Anwendungen und damit verbundenen Ansprüche den passenden Melder gibt. So bietet z.B. die hochsensible Melderoptik des Funkenmelders Grecon FM 1/8 eine schnelle Reaktion. Kleinste Funken in der Abluft, die auf ein Glutnest schließen lassen, werden sofort erkannt. Er eignet sich für Bereiche mit hohen Materialbeladungen. Der Flammenmelder Grecon FM 3/8 erkennt Entstehungsbrände bereits in einem frühen Stadium, wie Funken sowie glühende und heiße Partikel in pneumatischen und mechanischen Transportstrecken in Verbindung mit Grecon-Lichtleitern, selbst bei hohen Medientemperaturen. Im Bereich der Löschung bietet das Unternehmen eine große Auswahl an unterschiedlichen Düsen. Löschautomatiken bestehen aus den Baugruppen Löschdüse, Ventil, Strömungswächter, Kugelhahn und Klemmkasten. Verschleißfreie Edelstahldüsen erzeugen einen feinen Wassernebel für die sichere Löschung des Gefahrenpotenzials. Ein innen liegender Verschlusskegel schützt die Löschdüse vor Fehlfunktion durch Materialeintrag. Unterschiedliche Löschdüsen ermöglichen den Einsatz unter vielen unterschiedlichen Einsatzbedingungen. Mit einer optimalen Tröpfchengröße können bestmögliche Löscherfolge erzielt werden.

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