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Druckentlastung So vermeiden Sie potenzielle Dichtigkeitsrisiken bei Sicherheitsventilen

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Durch veränderte Gesetze bzw. entsprechende Umweltauflagen müssen Betreiber chemischer Produktionsanlagen die Emissionen ihrer Anlagen reduzieren. Eine potenzielle Leckage-Gefahr können auch Druckentlastungseinrichtungen darstellen – sofern sie nicht richtig ausgelegt sind.

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Ideale Kombination für dichte Prozesse – Sicherheitsventil und Berstscheibe
Ideale Kombination für dichte Prozesse – Sicherheitsventil und Berstscheibe
(Bild: Rembe; ©brovarky - stock.adobe.com)

Blockierte Ableitungen, ein Brand, ein Rohrbruch bei Wärmetauschern oder eine Störung im Kühlungssystem – die Gründe für Überdruck in verfahrenstechnischen Anlagen können vielfältig sein. Sicherheitsventile schützen als Druckentlastungseinrichtung vor derartigen Druckanstiegen. Anspruchsvolle Prozessbedingungen allerdings führen zu einer dauerhaft hohen Beanspruchung des Sicherheitsventils. Regelmäßige und kostenintensive Wartungen sind notwendig, um Undichtigkeiten oder Korrosionsschäden bereits im Ansatz zu erkennen. Produktionsausfallzeiten und Wartungskosten sowie eine gegebenenfalls notwendige Reparatur sind unausweichlich.

Neuentwicklungen im Bereich der Sicherheitsventile erreichen durch hochwertige Materialien und veränderte konstruktive Eigenschaften tatsächlich niedrigere Emissionsniveaus. Das Ziel „Zero Emission“ kann aber gerade bei Anlagen mit sehr aggressiven und leicht flüchtigen Medien selbst mit Sicherheitsventilen modernster Bauart kaum dauerhaft realisiert werden. Mit hochwertigen Ventilen können bei der Auslegung einer Neuanlage die für die Zertifizierungen und Zulassungen notwendigen niedrigeren Emissionsniveaus zwar erreicht werden – auf jeden Fall erhöhen diese Ventile aber deutlich die Investitionskosten.