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Clamp-On-Ultraschall-Durchflussmessgeräte

So unterstützen Clamp-On-Ultraschall-Durchflussmessgeräte Betreiber in der Praxis

| Redakteur: Jörg Kempf

In vielen Betrieben sind sie längst unentbehrlich geworden: Clamp-On-Ultraschall-Durchflussmessgeräte sind ideal, um schnell Aufschluss über eine Messstelle zu erhalten. Ein neues, mobiles Gerät überzeugt nun durch noch schnellere und genauere Ergebnisse.

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Das neues mobiles Clamp-on-Ultraschall-Durchflussmessgerät überzeugt durch noch schnellere und genauere Ergebnisse. (Bild: Krohne; [M]-Albrecht)
Das neues mobiles Clamp-on-Ultraschall-Durchflussmessgerät überzeugt durch noch schnellere und genauere Ergebnisse. (Bild: Krohne; [M]-Albrecht)

Freitagabend 20 Uhr, die Temperaturen in dem Rührkessel schwanken, genervt sucht die Mannschaft die Ursache. Nach einer Weile fällt der Verdacht auf den Kühlkreislauf – doch die Durchflussmenge scheint laut Anzeige in Ordnung. Sicherheitshalber will der Techniker diese Werte überprüfen und greift zu einem Ultraschall-Durchflussmessgerät in Clamp-On-Variante. In weniger als 15 Minuten sitzt das Gerät außen auf der Rohrleitung und bestätigt seinen Verdacht, dass die Kühlwassermenge zu gering ist. Der eigentliche Fehler dafür ist schnell gefunden und kann behoben werden.

Nicht immer sind es Notfälle, in denen Clamp-On-Durchflussmessgeräte zum Einsatz kommen. Aber ihre typischen Charaktereigenschaften – präzise, unkompliziert und schnell – prädestinieren die Geräte für solche Anwendungen. Das Prinzip ist einfach: Der Anwender schnallt eine Schiene mit Ultraschallsensoren von außen auf eine Rohrleitung, fettet die Sensor-Kontaktflächen zur akustischen Ankopplung der Rohraußenwand ein, justiert den Abstand der Sensoren, schließt einen Messwertumformer an, und schon geht’s los. Meist vergeht keine Viertelstunde, bis das Gerät installiert wurde und die Service-Mannschaft erste Aufschlüsse über die Messstelle erhält.

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Stationär und mobil

Krohne Messtechnik bietet gleich zwei Produkte dieses Typs an, die weder komplizierte Armaturen noch aufwändige Schweißarbeiten vor ihrem Einsatz benötigen. Der Optisonic 6300 ist für den stationären, dauerhaften Einbau gedacht. Der Messwertumformer benötigt also ein Stromnetz und kommuniziert wie ein herkömmliches Prozessmessgerät mit einem Leitsystem. Der Optisonic 6400 bietet sich für den mobilen Einsatz an. Sein Messwertumformer ist mit einer leistungsstarken Batterie ausgestattet und kommt mitsamt den Schienen in einem robusten Rollkoffer an den Einsatzort. Entweder werden die Schienen nach der Messung wieder abgeschnallt oder sie verbleiben für weitere Messungen zunächst an der Leitung.

Beide Geräte lassen sich sowohl für die Volumendurchflussmessung als auch in Verbindung mit separaten Temperatursensoren für die Wärmemengenmessung einsetzen.

Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für diese Geräte spiegeln den Betriebsalltag in der Prozessindustrie wider. Clamp-on-Lösungen sind immer dann das Mittel der Wahl, wenn beispielsweise das Medium so korrosiv ist, dass eine Inline-Messung nicht möglich ist. In anderen Fällen ist das Auftrennen der Rohrleitung und der Einbau eines Inline-Gerätes unwirtschaftlich oder nicht möglich (z.B. gusseiserne Leitungen in Wassernetzen). Gleiches gilt bei sehr großen Nennweiten, für die ein Inline-Messgerät einfach zu teuer wäre. Ein Clamp-On-Gerät ist hier eine wirtschaftliche Alternative.

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Über den Autor

Jörg Kempf

Jörg Kempf

Chefredakteur, PROCESS - Chemie | Pharma | Verfahrenstechnik