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Auf Praxistauglichkeit optimiert
Das neue Clamp-On-Durchflussmessgerät Optisonic 6400 verbindet das mobile, unkomplizierte und schnelle Messen von Flüssigkeitsmengen mit der bewährten Präzision und Zuverlässigkeit der Ultraschallmesstechnik von Krohne. Optisonic 6400 besteht aus einer kompakten Auswerteeinheit und ein oder zwei Schienen, die jeweils zwei Ultraschallsensoren tragen. Wenn schnell ein Fehler gefunden werden muss, kann die Betriebsmannschaft auf die Empfindlichkeit eines Messgerätes keine Rücksicht nehmen, daher stand die Robustheit der Geräte bei der Entwicklung im Vordergrund. Von Stößen, Staub oder Feuchte zeigt sich das Gerät – u.a. dank der Schutzart IP 65 – unbeein-druckt.
Gleiches gilt für die Installation: Die Inbetriebnahme ist ebenso einfach wie sicher. Dazu trägt nicht nur die Montage mit Spannvorrichtungen ganz ohne Spezialwerkzeug bei, sondern auch die auf der Schiene bereits werkseitig vormontierten Signalwandler. Diese sind für unterschiedliche Rohrdurchmesser in verschiedenen Größen erhältlich und werden einfach mit Textil- oder Metallbändern auf der zu messenden Rohrleitung angebracht.
Das Schienenkonzept überzeugt durch seine hohe Nutzerfreundlichkeit, da dies einfacher zu installieren ist als z.B. einzelne Sensoren. Dies macht sich besonders bemerkbar, wenn die Lage des Messgerätes nachträgliche verändert werden muss. Selbst bei großen Nennweiten lässt sich die Position der Sensoren dank dem Schienenkonzept schnell verschieben. Bei dualen Messungen kommt eine zweite Schiene zum Einsatz.
Automatischer Selbsttest
Nachdem die Sensoreinheit auf dem Rohr befestigt wurde, wird die kompakte Auswerteeinheit angeschlossen. Nach dem ersten Einschalten führt die Elektronik einen automatischen Selbsttest durch. Mit den voreingestellten Parametern lassen sich bereits 90 Prozent aller Applikationen abdecken. Ein intelligenter Installationsassistent führt jetzt Schritt für Schritt durchs Programm und unterstützt den Anwender gleichzeitig bei der Optimierung der Durchflussmessung. Das Ergebnis kann sofort abgelesen werden.
Die Stromversorgung erfolgt über die integrierte Batterie (14 Stunden Betriebszeit) oder das mitgelieferte Netzgerät. Die Messwerte werden grafisch auf einem großen und übersichtlichen LC-Farbdisplay angezeigt. Dies überzeugt vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. Für das Datenlogging sammelt der Optisonic 6400 die Messwerte im integrierten Speicher. Diese können per USB-Stick beispielsweise auf einen PC für die weitere Analyse übertragen werden. Das Gerät ermittelt die Durchflussgeschwindigkeit, den aktuellen Volumendurchfluss sowie diverse Diagnosewerte und gibt schnell Aufschluss über den Zustand der Anlage.
Fazit: Das kompakte Konzept und die einfache Installation machen den Optisonic 6400 zum idealen Messgerät für die temporäre Durchflussüberwachung in vielen Anwendungen. Dank der Mobilität eignet er sich ebenso für vergleichende Messungen an stationären Messeinrichtungen oder zum kurzfristigen Ersatz defekter Geräte. Zusammen mit seinem stationärem Pendant Optisonic 6300 sorgen beide Clamp-On-Messgeräte für Sicherheit, Zuverlässigkeit und Genauigkeit in der Durchflussmessung.
* Der Autor ist Produktmanager für Ultraschall-Durchflussmessgeräte bei der Krohne Messtechnik GmbH, Duisburg.
Wohin geht die Reise in der Durchflussmessung? Für Dick Laan, Produktmanager für Ultraschall-Durchflussmessgeräte bei Krohne, stehen insbesondere Anwendungen bei extrem hohen bzw. niedrigen Temperaturen ganz oben auf der Liste.
PROCESS: Herr Laan, was sind die aktuell wichtigsten technologischen Entwicklungen?
Laan: Der Wunsch nach einem höheren Grad der Prozessautomation und -steuerung führt zu einer anhaltend hohen Nachfrage nach Messtechnik quer durch alle Branchen. Besondere Herausforderungen für uns als Messtechnikhersteller sind dabei z.B. Prozesse mit Flüssigkeiten oder Gasen bei extrem hohen und extrem niedrigen Temperaturen, z.B. Thermoöl in solarthermischen Kraftwerken oder flüssiges Erdgas (LNG). Die Weiterentwicklung der Ultraschall-Durchflussmesstechnik für solche Anwendungen ist ein hochaktuelles Thema. Darüber hinaus wird die Funktionalität der Geräte kontinuierlich erweitert: Neben Prozess- und Gerätediagnosemöglichkeiten werden z.B. Wärmemengenmessung oder Mengenumwerter-Funktionen integriert, die einen zusätzlichen Mehrwert für den Einsatz eines Ultraschallgerätes schaffen.
PROCESS: Die Ultraschall-Durchflussmessung gehört nach wie vor zu den erfolgreichsten Durchflussmessverfahren. Worauf gründen sich die hohe Zuwachsraten dieser Messtechnik?
Laan: Ultraschall-Durchflussmessgeräte bieten hohe Messgenauigkeit und hervorragende Langzeitstabilität in Kombination mit Wartungsarmut und hoher Zuverlässigkeit. Dennoch ist für die Geräte kein spezifisches Bediener-Know-how erforderlich, um damit aus dem Stand heraus eine hohe Genauigkeit zu erreichen wie es beispielsweise bei Blenden der Fall ist. Das Ultraschall-Messverfahren wurde und wird zudem kontinuierlich weiterentwickelt und an neue Herausforderungen angepasst.
PROCESS: Mit der stationären Variante bietet Krohne die Clamp-On-Technik schon seit Langem an. Welches waren die Beweggründe, nun auch auf eine mobile Lösung zu setzen?
Laan: Die Nachfrage nach portablen Lösungen ist zusammen mit der Nachfrage nach Durchflussmessungen gewachsen. Die Anwender wünschten sich eine flexible Alternative für Messpunkte, an denen keine permanente Messung erforderlich ist oder gewünscht wird. Die Clamp-On-Technik mit den auf Schienen verschiebbaren Ultraschall-Sensoren ist nach Meinung vieler Anwender die einfachste und installationsfreundlichste Technik, daher haben wir sie auch für die mobile Lösung genutzt. In der Praxis kann damit ohne großen Aufwand innerhalb von zehn Minuten eine stabile Messung hergestellt werden.
* Der Autor ist Produktmanager für Ultraschall-Durchflussmessgeräte bei der Krohne Messtechnik GmbH, Duisburg.
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