Zellenradschleusen

So sorgen Zellenradschleusen für sicheren Fluss – selbst bei schwierigen Produkten

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Weitere Konstruktionsmerkmale sind ein Gehäuse, Zellenrad und Räumrad in Stahl-Schweißkonstruktion, Zellenrad mit auswechselbaren und nachstellbaren Abstreif-Leisten in Stahl oder elastischem Werkstoff, Stopfbuchs-Abdichtung und Fettsperre, beidseitig außenliegende Flanschlager (lebensdauergeschmiert), Zellenrad und Räumrad über einstufiges Stirnradgetriebe synchron angetrieben, Antrieb über elastische Kupplung, auf Wunsch Sicherheits-Rutsch-Kupplung, in Sonderfällen Kettentrieb, Motorkonsole mit Drehstrom-Stirnradgetriebemotor, zwei gegenüberliegende Revisionsöffnungen im Räumrad-Bereich.

Ergänzend zu den Standard-Räumradschleusen sind weitere Varianten möglich. So gibt es diesen Typ in einer Hochtemperatur-Variante und in einer druckstoßfesten Ausführung. So besitzt die Räumradschleuse Typ RRS-Heavy-HT eine außenliegende, weit abgesetzte Hochtemperatur-Lagerung inklusiv Kühlluft-Versorgung mit Magnetventil, Druckregler und Festverrohrung. Die Wellenabdichtung besteht aus Stopfbuchspackungen mit Spülluft-Versorgung inklusiv Magnetventil, Druckregler und Festverrohrung.

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Die druckstoßfeste Räumradschleusen hält 10 bar Überdruck aus. Bei einer Variante wird der Massenstrom am Auslauf der Räumradschleuse auf vier Teilströme aufgeteilt. In jedem Fall sorgt sie für hohe Funktionssicherheit in schwierigen Einsatzfällen, z.B. beim Austragen von Flugasche bei 250 °C in Verbindung mit aufsteigenden Dämpfen von unten, REA-Gips mit 10 % Feuchte, feuchtes, beladenes Adsorbens aus Gewebefilter, Braunkohle mit 50 % Feuchte.

Wenn freie Leitungen gefordert sind

Durchblasschleusen werden als platzsparendes und kostengünstiges Zuführorgan für die pneumatische Förderung und zum Austragen und Dosieren aus einem Behälter in ein pneumatisches Druck- oder Saug-Fördersystem eingesetzt. Die Leckluftströmung aus dem pneumatischen Fördersystem in den Vorlagebehälter kann bei Druckförderung bis 1,5 bar minimiert werden.

Das Schüttgut fällt wie bei normalen Zellenradschleusen im Einlauf in die Rotor-Kammern und wird durch die Rotordrehung nach unten transportiert. Das Produkt fällt jedoch nicht durch eine Auslauföffnung im freien Fall heraus, sondern wird horizontal mit Förderluft im Druck- oder Saugbetrieb durch den integrierten Förderrohr-Anschluss ausgeblasen. Da die Förderleitung quasi durch die Schleuse führt, wird so Bauhöhe eingespart und eine gute Entleerung der Taschen erreicht. Durchblasschleusen sind mit engen Toleranzen zwischen Rotor und Gehäuse gefertigt, um eine Beeinträchtigung des Massenstroms durch die entgegengesetzt strömende Förderluft zu verhindern. Die Leckluft wird durch einen seitlichen, im Gehäuse angebrachten Stutzen abgeführt und z.B. in das Vorlagesilo zurückgeleitet. Bei groben Produkten ist ein Granulateinlauf lieferbar.

Für viele pneumatische Förderaufgaben ist die Durchblasschleuse eine einfache und damit preisgünstige Lösung. Es gibt nur ein bewegtes Teil (Rotor) und damit lassen sich Instandhaltungskosten reduzieren. Zudem wird durch den integrierten Förderleitungsanschluss mit geringem Abstand zur Rotorachse erheblich an Bauhöhe eingespart. Beispiele für den Einsatz von Durchblasschleusen sind die Förderung von Kreide, Kalkstein, Zinkoxid, Zinkstearat, Zucker, Kalkhydrat, Kalkhydrat gemischt mit Herdofenkoks, Waschmittel-Rohstoff, Bleicherde u.a.

Fazit: Jede Förderaufgabe stellt ihre ganz eigenen Anforderungen an die Auswahl der Komponenten. Zellenradschleusen zeigen sich dabei höchst variabel, da sich – je nach Schüttgut – Werkstoffe, Dichtungen oder Aufbau individuell anpassen lassen. So ist selbst bei schwierigen Produkten eine sichere Föderung und Dosierung möglich.

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