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Dazu wird im ersten Schritt zunächst im Reparaturbereich die Oberfläche gereinigt und sandgestrahlt. Da gestrahlte Metalloberflächen extrem anfällig für Flugrost sind, empfiehlt Henkel die Oberfläche mit dem Korrosionsschutzmittel Loctite SF 7515 als temporären Schutz zu behandeln.
Bei Typ A-Defekten ist der ursprüngliche Rohraußendurchmesser durch Auffüllen von Vertiefungen und Fehlstellen mit Loctite EA 3478 wieder herzustellen. Anschließend wird das Rohr mit dem hochfesten Glas-Karbonfaser-Gelege Loctite 5085 ummantelt, das zuvor im temperaturstabilen, zweikomponentigen Epoxid-Klebstoff Loctite PC 7210 imprägniert wurde. Dieser Klebstoff ist speziell auf das Kleben von Stahluntergründen getrimmt und bietet eine hohe Klebkraft.
Zuletzt wird das Teilstück mit der sprühbaren Keramikbeschichtung Loctite PC 7255 versiegelt. Auf diese Weise verstärkt das Reparatursystem Stahlrohre für den weiteren Einsatz unter hohem Druck und wechselnden Temperaturen, und erhöht ihre chemische Resistenz.
Wirtschaftliche Vorteile Des Rohrleitungsreparatursystems
Neben der zertifizierten Sicherheit bietet das System wirtschaftliche Vorteile, da Rohrkomponenten nicht mehr ausgetauscht werden müssen. Bei korrodierten Rohrleitungen kann die Reparatur in situ, das heißt bei laufendem Betrieb und unter hohem Innendruck und damit ohne Stillstandzeiten und Einbußen in der Wirtschaftlichkeit, vorgenommen werden. Zusätzlich bewirkt die erzielte Endqualität eine Verlängerung der Lebensdauer von Stahlpipelines um bis zu 20 Jahre.
„Das Interesse an unserer Technologie und Expertise ist schon jetzt enorm hoch“, sagt Bernd Hammer, Global Market Development Manager Industrial Maintenance bei Henkel. Diese Aussage gilt für Endkunden wie Mineralölkonzerne, Raffinerien, Industrieparks oder Kraftwerke ebenso wie für die großen Instandsetzungs- und Reparaturunternehmen, die im Auftrag der Industrie tätig werden. Aber auch Beschichtungsbetriebe, die sich auf Metallschutz- und Reparaturlösungen spezialisiert haben, signalisieren schon großes Interesse.
Zertifizierte Kalkulationen und Trainingsprogramm
Begleitend zum neuen Reparatursystem bietet Henkel auch Berechnungen der projektspezifischen Reparaturdimensionen an. Diese unterscheiden sich von Projekt zu Projekt in Abhängigkeit verschiedener Parameter wie der Krafteinwirkung auf die Rohrleitung, der Temperatur, des Drucks und des Ausmaßes des Schadens. Für optimale Sicherheit und größtmögliche Effizienz hat das Unternehmen ein Software-Tool entwickelt, das genau errechnet wie die Reparatur im Detail auszuführen ist. Auch dieses Kalkulationstool ist DNV GL zertifiziert.
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