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Egal ob Ex- oder Nicht-Ex-Zone So kommuniziert ein I/O-System in allen Bereichen einer Biogasanlage

Autor / Redakteur: Konstantinos Chatzis / Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Bei der Konzeption von Biogasanlagen drängen sich sehr schnell Fragen zur Sicherheit auf. Auf welche I/O-Systeme ein Betreiber bei der Automatisierung einer Trockenfermentation setzt, um seine Prozesse zu überwachen, lesen Sie in diesem Beitrag.

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Rohrleitungssysteme verbinden die Fermentercontainer mit der Technikzentrale. Der Rohrgang wird vor der Inbetriebnahme noch baulich geschlossen.
Rohrleitungssysteme verbinden die Fermentercontainer mit der Technikzentrale. Der Rohrgang wird vor der Inbetriebnahme noch baulich geschlossen.
(Bild: Wago)

Grünabfälle statt wertvolle Lebens- und Futtermittel – mit Kompoferm hat die Eggersmann-Gruppe ein Verfahren entwickelt, das durch Trockenfermentation aus Bioabfall und Grünschnitt Biogas erzeugt. Die modular aufgebauten Anlagen sind dabei so flexibel konzipiert, dass sie sich innerhalb von 20 Werktagen aufbauen lassen. Durch die durchgängige Bauweise aus modifizierten Standard-Übersee-Containern, kann die Installation und Inbetriebnahme rasch durchgeführt werden.

Die geringen Investitions- und Betriebskosten manifestieren sich beispielsweise darin, dass nur ein vergleichsweise geringer Teil der erzeugten Energie als Eigenverbrauch genutzt wird. Die Trockenfermentation liefert Gärreste, die sich aufgrund ihrer Struktureigenschaften und dem geringen Wassergehalt sehr gut zu hochwertigem Kompost weiterbehandeln lassen. „Ich nutze diese Substrate selber als Langzeitdünger und zur Bodenverbesserung“, sagt Volker Niederfranke, der nicht nur Abteilungsleiter Elektrotechnik bei Eggersmann Anlagenbau ist, sondern als Nebenerwerb auch eine Landwirtschaft betreibt.

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Hoher Automatisierungsgrad

Zum Kundenstamm des Anlagenbauers zählen etwa Kompost- und Abfallwirtschaftsbetriebe. „Das Eingangsmaterial ist vorhanden und muss nicht extra angebaut werden. Das macht das Verfahren so interessant“, erklärt Niederfranke. Es wird kein wertvoller Ackerboden verschwendet, um den Nachschub für die Biogasanlagen zu decken. Stattdessen kommen Abfälle aus der Biotonne sowie die bei der Pflege von Gärten, Parkflächen, Friedhöfen oder Grünstreifen anfallende Biomasse in die Fermenter.

„Die Betreiber unserer Anlage wollen aus organischen Abfällen möglichst effizient regenerative Energie erzeugen. Deshalb arbeiten wir auf der Prozessebene mit einem hohen Automatisierungsgrad und wenig Personalaufwand“, sagt Ralf Schröder aus dem Bereich Elektrokonstruktion und Automatisierungstechnik bei Eggersmann. Während der Prozess als solcher präzise gesteuert abläuft, erfolgt das Be- und Entladen der Trockenfermenter mit Radladern und Personal vor Ort.

Damit Energieerzeugung aus biogenen Reststoffen auch für kommunale Betriebe mit geringem Abfallaufkommen wirtschaftlich interessant wird, hat der Anlagenbauer 2007 Smartferm entwickelt. Hierbei handelt es sich um kompakte Anlagen mit nur vier Fermenterreihen, die in Kombination mit einem Blockheizkraftwerk vor allem für die dezentrale und ortsnahe Produktion von Strom und Wärme gedacht sind.

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