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Ein reales Simulationsmodell entsteht
Ziel der Simulation war die Ermittlung der möglichen Ausbringungsmenge unter Einfluss der zu erwartenden Störungen, des Wartungsaufwands und der Reinigungszeiten. Desweiteren sollten im Bereich von Wartung und Störung verschiedene Randbedingungen, (z.B. die maximale Anzahl gleichzeitiger Störungen) zur Bestimmung der erforderlichen Wartungsteams analysiert werden. Zunächst galt es, mit Inosim Professional ein möglichst realistisches Simulationsmodell der geplanten Anlage und ihres Verhaltens zu erstellen.
Basierend auf den Planungsunterlagen für die reale Anlage wurde zunächst das Simulationsfließbild mit den Haupt- und Nebenapparaten erstellt. Anschließend wurden die vorhandenen Transferrestriktionen im Fließbild erfasst. Schließlich wurden auch alle benötigten Utilities des Prozesses implementiert, da diese naturgemäß mit Störeinflüssen behaftet sind und hier grundsätzlich ein Einfluss auf die Prozessperfomance zu erwarten ist.
Anhand der bestehenden Betriebsvorschriften für die einzelnen Prozessschritte wurden im grafischen Rezepteditor die Grundrezepte für die Simulation erstellt. Dabei wurden die Betriebsvorschriften auf den für die Simulation notwendigen Detailgrad reduziert, um den Arbeitsaufwand für die Rezepterstellung im Modell minimal zu halten. Sehr viel höhere Genauigkeit wurde dagegen bei der Erfassung der prozesstechnischen Wechselwirkungen angesetzt.
Denn hier war zu ermitteln, wie sich Störungen auf den Gesamtbetrieb der geplanten Anlage auswirken würden, und welche Konsequenzen dadurch entstehen würden. Ein essentieller Teil der Modellierung war die Ermittlung realistischer Störungsparameter für die einzelnen Apparate. Doch da die zu untersuchende Anlage ja noch nicht real existierte, konnten hier keine Erfahrungswerte zur Beurteilung herangezogen werden.
Die Simulationsexperten verwendeten daher Reparaturprotokolle von vergleichbaren Apparaten und Teilen existierender Anlagen, um für das zu erstellende Simulationsmodell belastbare Störungsparameter zu ermitteln. Diese Werte wurden anschließend im Modell den einzelnen zu simulierenden Teilanlagen zugeordnet. Auf die gleiche Weise wurde bei der Ermittlung von Parametern zur Simulation von Wartungszyklen und -dauer verfahren.
Wie man das Betriebsverhalten simuliert, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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