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Blick in die technischen Prozesse
Bei der Herstellung des Respimat Soft Inhalers automatisiert das Boehringer Ingelheim Manufacturing Excecuting System, kurz BIMES (PM-Scada/ PILOT® [BDE/TPM]) die werksweite Erfassung, Auswertung und Archivierung von Betriebs- und Maschinendaten. In Echtzeit werden aussagekräftige Parameter für die Produktionsplanung, Qualitätsauswertung, Instandhaltung und den Optimierungsprozess zur Verfügung gestellt.
Anhand dieser Werte werden in der Produktion Maschinenstörungen, Stillstandzeiten und Ausschuss verringert und somit die Effizienz gesteigert. Mit seiner einfachen Integrationsmöglichkeit in verschiedenste Anwendungen, der Anbindung von Maschinen unterschiedlichster Hersteller sowie den Schnittstellen zu ERP-Systemen (Enterprise Resource Planning) ist das System PM-Scada/ PILOT® [BDE/TPM] prinzipiell so ausgelegt, dass es später auch auf andere Fertigungsbereiche ausgedehnt werden kann.
Die Inhalator-Produktion arbeitet mit einer Import- und Exportschnittstelle zu SAP, mit der die Fertigungsaufträge direkt vom BDE/TPM-System übernommen und nach ihrer Abarbeitung mit den Informationen über Verbrauch, Charge, Auftragszeiten und Status wieder an das ERP-System zurückgegeben werden.
Gleichzeitig speichert die Software die Produktionsdaten der Anlagen und der dazugehörigen Terminals (für ergänzende, händische Eingaben von Maschinen- und Produktionsfreigaben, Stillständen und Auftragsabarbeitung). Auf Basis der Daten erstellt die Software ein Produktionsprotokoll zur Chargendokumentation in Form einer PDF-Datei. Am Ende eines jeden Produktionsprozesses steht die Ident-Karte, die eine übersichtliche Chargenrückverfolgung ermöglicht und so den Elektronic Batch Record (EBR = Auftragsmanagement in der Produktion) bildet.
Anhand manueller Sollvorgaben werden die klassischen BDE/TPM-Kennzahlen aus den Maschinendaten ermittelt und an den drei deutschen Standorten via WEB (über Browser), Reporting und automatischer Email-Zustellung bereitgestellt. Um die Effizienz und Kapazitäten zu analysieren, sind transparente und aussagekräftige Produktionsdaten notwendig.
Manche Betriebsdaten, wie z.B. organisatorisch verursachte Stillstandzeiten (Reinigen, Rüsten, etc.), werden an leicht bedienbaren und übersichtlich aufgebauten Terminals manuell oder über einen Scanner erfasst. Sie sind den derzeit insgesamt 60 Fertigungseinrichtungen in der bestehenden und neuen Zerstäuberfabrik in den Bereichen Spritzguss, Montage und IPP (In-Prozess-Prüfung) zugeordnet und in ihrer unmittelbaren Nähe aufgestellt. Hier werden sämtliche Produktionsaufträge und vorhandene Protokolle elektronisch visualisiert, abgearbeitet und zurückgemeldet.
Das Fundament dafür ist der BDE/TPM-Server, mit dem alle wichtigen Betriebsdaten archiviert und ausgewertet werden. Das System berücksichtigt internationale Standards und basiert auf dem Einsatz einer zentralen Datenbank (Oracle, MDBS) unter Microsoft Windows. Über Ethernet ist das System in das firmeninterne Netzwerk eingebunden. Die zentralen BDE/TPM-, CAQ- und SAP-Datenbanken bilden gemeinsam einen Datenpool.
Mit frei konfigurierbaren Reports (Reportdesigner) lassen sich hieraus bequem, sofern die Datenbasis vorhanden ist, alle notwendigen Informationen zur Optimierung der Produktionseffizienz, wie etwa Auftragsstatus, Qualitätswerte, Maschinendaten, Alarme (Störungen, Warnungen), Key Performance Indicators (KPI) als Kennzahlen zur Beurteilung der Produktions-Effizienz zusammenstellen und auswerten.
Mit Hilfe der transparenten Produktions- und Qualitätsdaten aus dem BDE stehen die Entscheidungen des Produktionsmanagements auf einer gesicherten Informationsbasis. So können Probleme rechtzeitig korrigiert werden, bevor Ausfallzeiten, unplanmäßige Wartungen und Engpässe die Produktion des Respimat® Soft Inhalers als wichtigstes Produkt der Boehringer Ingelheim microParts beeinträchtigen.
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