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Kommunikation mit Steuerung und PC
So überbrücken batteriegestützte Lösungen wie Sitop UPS 1600 neben kurzzeitigen Netzausfällen (sog. „Brownouts“), die beispielsweise durch Umschaltungen im Netz verursacht werden – auch einen Netzausfall bis in den Stundenbereich hinein. Das intelligente Batteriemanagement via Energy Storage Link sorgt für optimales Laden und fortlaufende Überwachung der Energiespeicher. Zur Erhöhung der Pufferzeit können hierüber bis zu sechs Energiespeicher gleichen Typs angeschlossen werden. Mit digitalen Ein-/Ausgängen, USB- oder Ethernet-/Profinet-Schnittstelle kommunizieren die DC-USV-Module von Siemens mit Steuerungen oder Industrie-PCs.
Bei einem Netzausfall kann damit der Betrieb bedarfsgerecht lange aufrechterhalten werden. So lassen sich beispielsweise Steuerungen nach hinterlegten Strategien kontrolliert herunterfahren und relevante Anlagenteile in einen definierten, sicheren Zustand bringen. Durch die Pufferung der Kommunikationstechnik (WLAN-Access-Points, Switches usw.) können nachweispflichtige Betriebsdaten bis zur Abschaltung lokal weiter erfasst und im Idealfall zur zentralen Leitwarte übertragen werden. Anhand der weiter kommunizierten Betriebszustände und Diagnosedaten – so meldet die DC-USV beispielsweise automatisch den erforderlichen Tausch der Energiespeicher – lassen sich Service-Einsätze besser vorbereiten und dadurch Ausfallzeiten deutlich reduzieren.
Die Konfiguration der benötigten DC-USV lässt sich einfach im Sitop Selection Tool auswählen. Es müssen nur Pufferzeit, Laststrom und Pufferspannung eingegeben werden, und das Tool ermittelt die geeigneten Konfigurationen für die verschiedenen Energiespeicher.
Selektiv Überwachen und Schalten
Zusätzlichen Komfort und selektiven Schutz in komplexeren Anlagen, mit mehreren zu versorgenden Teilnehmern, bieten sogenannte Selektivitätsmodule wie Sitop PSE 200U. Mit jedem dieser eigenständigen Selektivitätsmodule lässt sich die 24-V-Versorgung auf bis zu vier Verbraucherabzweige aufteilen. So können beispielsweise einzelne Simatic S7-Steuerungen, dezentrale Peripherie-Einheiten aus dem Simatic ET 200-Programm samt Peripherie, Panels oder Scalance-Kommunikationskomponenten unabhängig voneinander versorgt und überwacht werden.
Das ermöglicht ein selektives Abschalten eines durch einen Kurzschluss oder durch Überlast gestörten 24-V-Kreises, während die übrigen Kreise und Verbraucher unterbrechungsfrei weiter versorgt werden. Auch „schleichende Kurzschlüsse“ werden damit zuverlässig erkannt. Der Meldekontakt dieser Module ist über mehrere PSE 200U durchschleifbar und kann als Summenmeldung ausgewertet werden. Möglich ist zudem eine kanalgranulare Fehlermeldung und damit eine exakte Eingrenzung des fehlerhaften 24-V-Abzweiges. Dies vereinfacht die Fehlerlokalisierung und -behebung deutlich.
Eine Kombination aus Netzgerät und selektiver Überwachung ist das dreiphasige Stromversorgungssystem Sitop PSU 8600 mit integrierter Ethernet-/Profinet-Schnittstelle. Über zwei Profinet-Ports lässt es sich einfach in linien- oder ringförmig aufgebaute Kommunikationsnetze einbinden.
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