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Pumpen Sekundär, nicht nebensächlich: Pumpen für Hilfsprozesse und Peripherie der Industrie

Redakteur: Dominik Stephan

Differenzierung durch Innovation soll dem dänischen Pumpenhersteller Grundfos die Wettbewerbsfähigkeit sichern: Nicht die billigste sondern die beste Lösung will CEO Nipper den Anwendern und Betreibern anbieten. Das gilt auch und vor allem für sogenannte Sekundärprozesse.

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Grundfos investiert in die digitale Transformation, in der das Unternehmen die Strategie sieht, seine branchenführende Position zu verteidigen.
Grundfos investiert in die digitale Transformation, in der das Unternehmen die Strategie sieht, seine branchenführende Position zu verteidigen.
(Bild: Grundfos)

Alles fließt: Kaum ein industrieller Prozess kommt ohne das transportieren, zuzuführen, aufbereiten und schließlich fortleiten flüssiger Medien aus. Trotzdem führen diese Verfahren ein Schattendasein als Hilfs- oder Sekundärprozesse, wenn sie keinen direkten Kontakt zu Produkt oder Reaktionspartner haben. Und doch steckt in diesen scheinbaren Nebensächlichkeiten enormes Potenzial, glaubt Mads Nipper, CEO des dänischen Pumpenriesen Grundfos: „Differenzierung durch Innovation ist die wichtigste Grundlage für unsere Wettbewerbsfähigkeit. Wir sind ständig bestrebt, alles besser, schneller und einfacher zu machen.“

Dabei bedeute „einfacher“ in diesem Zusammenhang ausdrücklich nicht Schmalspur-Lösungen zum niedrigsten Preis, wie Nipper erklärt: „Das bringt uns nicht dorthin, wo wir hin wollen.“ Weil aber mit einem zunehmenden Kostendruck zu rechnen ist, seien kontinuierliche Verbesserungen und operative Exzellenz in allen Teilen der Wertschöpfungskette eine Notwendigkeit, um in Innovation und langfristige Differenzierung investieren zu können.

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Im Fokus steht der Prozess – und nicht notwendigerweise nur die Pumpe – erklärt das Grundfos-Management. Schon jetzt ergänzen daher zunehmend Systemlösungen oder Baukastenkonzepte das Portfolio, da in Zukunft „Im Hinblick auf die zukünftige Wertschöpfung [….] der Schwerpunkt auf dem Erfolg auf Anwendungsebene liegen“ soll.

Die Pumpe bleibe zwar Mittelpunkt aller Grundfos-Aktivitäten, würde aber zunehmend eingerahmt, um höchste Systemeffizienz zu ermöglichen.

Konkret wollen die Dänen Ihren Anbietern Lösungen aus einer Hand für nahezu alle zentralen Prozesse der Industrie anbieten. Dazu gehören:

  • Rohwasserentnahme: Pumpen zur Grundwasserentnahme, Meerwasserentsalzung und Aufnahme von Oberflächenwasser.
  • Wasseraufbereitung: Prozesswasseraufbereitung durch Umkehrosmose; Messung, Analyse und Zugabe von Zusatzstoffen durch Dosierung.
  • Wasserversorgung: Druckerhöhung und Einspeisung von Wasser zur Versorgung von Gebäuden, Prozessen und Systemen.
  • Industrielles Abwasser: Aufbereitung von Abwässern, die vor der Einleitung aufbereitet werden müssen oder teilweise zur erneuten Nutzung in den Industrieprozess rückgeführt werden.
  • Medienversorgung: Förderung prozessunterstützender flüssiger und hochviskoser Medien mit Feststoffen.
  • Kühl- und Temperiertechnik: Förderung von temperierten Medien und Kühlflüssigkeiten für Reaktionsprozesse, die konstant temperiert werden müssen.
  • Kesselspeisung: Förderung von Heißwasser und viskosen Medien für nachgelagerte Prozesse, die thermisch beheizt werden müssen.
  • Reinigungstechnik: Dosierung und Verteilung von sauren und alkalischen Reinigungsmitteln.

Ergänzt wird das Angebot durch Desinfektions-Technologien. Hinzu kommen umfangreiche digitale Isolutions-Konzepte, die das gesamte System betrachten.

In der Produktion zu Haus, im Hilfskreislauf erprobt

Grundfos ist u.a. auch im Markt der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie aktiv – nicht mit Sterilpumpen direkt im Prozess, aber mit dem genannten breiten Produkt- und Systemangebot für alle Sekundärprozesse. Typische Applikationen für Grundfos-Pumpen in der Lebensmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie finden sich in der Reinigung (CIP, SIP), in Flaschenwaschanlagen und in Filtrationsanlagen.

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Auch in CIP-Reinigungskreisläufen, wo nacheinander alkalische und saure Reiniger gefördert werden, sind beständige Edelstahlpumpen wie die Grundfos-Hochdruckpumpen der Baureihe CR oder Norm- und Blockpumpen der Baureihen NK / NB erforderlich.

Solche Pumpen kommen auch in Primärprozessen der Lifescience-Industrie zum Einsatz, etwa wenn aufgrund der hohen Temperaturen die hygienischen Anforderungen von untergeordneter Bedeutung sind: Unter anderem ist das bei der Würze- und Maischeförderung, bei Blanchier-Prozessen und beim Fördern heißer Öle der Fall.

Per System zu Nachhaltigkeit

Das klingt erst einmal nicht nach bahnbrechender Neuausrichtung, bedingt aber ein grundsätzliches Umdenken, erklären die Pumpenexperten: Standen bislang eher technische Produkt- und Prozessinnovationen im Mittelpunkt der Entwicklungen der Pumpenindustrie, so liege der Fokus der aktuellen und zukünftigen Innovationen eher in der Unterstützung der Pumpennutzer bei der Optimierung ihrer Geschäftsprozesse.

Dabei sehen sich die Dänen auch in Sachen Nachhaltigkeit gefragt, sind doch zukünftige Effizienzsteigerungen ohne den „Systemansatz“ schlicht nicht denkbar. Übersetzt für die Pumpen-Welt heißt das, dass Pumpe, Antrieb, Rohrleitung, Armaturen und MSR-Technik zusammenarbeiten müssen: . Sensoren erfassen Soll- und Ist-Werte, in Softwarelösungen hinterlegte Algorithmen werten den Bedarf aus und senden entsprechende Signale an die regulierenden Funktionen (Drehzahlanpassung per Frequenzumrichter; Verteilung des Mediums über Armaturen).

Die Pumpe denkt mit

Beim selbst entwickelten und produzierten MGE-Motor von Grundfos sind diese Regel-Algorithmen im integrierten Mikrofrequenzumrichter hinterlegt: Dieser smarte FU erhält sensorbasiert Daten zum Ist-Zustand und regelt per Drehzahlstellung das Pumpensystem. Für neue Antriebssysteme ist über die Ökodesign- bzw. Motoren-Richtlinie der Einsatz effizienter Technik klar geregelt; nicht aber für den Bestand. Die Praxis zeigt, dass in Bestandsanlagen installierte Antriebssysteme erhebliche Einsparpotentiale bieten. Bereits installierte Pumpen können zudem mit Hilfe digitaler Features smart aufgewertet werden.

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