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Mikroplastik im Abwasser

Schülerin gewinnt Regionalwettbewerb von "Jugend forscht" mit Filtergeweben von Reichelt

| Redakteur: Alexander Stark

Die Problematik der Umweltverschmutzung durch Plastik gewinnt immer mehr an Relevanz. Neben den sichtbaren Kunststoffabfällen ist ein Großteil der Plastikabfälle als Mikroplastik aber unsichtbar. Eine Schülerin hat sich diesem Thema angenommen und einen Beitrag zu "Jugend forscht" eingereicht. Reichelt Chemietechnik hat sie mit seinen Filtergeweben dabei unterstützt.

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Mit ihrem Waschmaschinen-Filter für Mikropartikel hat Leonie Prillwitz den Regionalsieg bei „Jugend forscht“ erreicht.
Mit ihrem Waschmaschinen-Filter für Mikropartikel hat Leonie Prillwitz den Regionalsieg bei „Jugend forscht“ erreicht.
(Bild: Reichelt Chemietechnik)

Heidelberg/Augsburg – Alle Partikel, die unlöslich in Wasser sind und aus festen synthetischen Polymeren bestehen, werden als „Mikroplastik“ definiert. Sie sind beispielsweise Bestandteil von Kosmetika, Peelings oder Zahnpasta – und zwar beabsichtigt, denn ihre abrasive Wirkung sorgt für einen reinigenden Effekt. Oft entsteht Mikroplastik aber auch ganz ungewollt, zum Beispiel durch das Waschen von Kleidung aus Kunstfasern oder Reifenabrieb bei Kraftfahrzeugen. Allein durch Kosmetika, Reinigungsmittel und Waschmaschinen werden in Deutschland rund 1.000 Tonnen Mikroplastik pro Jahr ins Abwasser eingetragen. Klärwerke können zwar größere Partikel ab 300 µm zuverlässig entfernen, doch kleinere werden nicht zurückgehalten. Wird der Klärschlamm auf Äckern ausgebracht, werden zudem auch die aufgefangenen, größeren Partikel erneut in die Umwelt freigesetzt und mobilisiert.

Mit dem Ziel, den Eintrag von Mikroplastik in unser Abwasser zu reduzieren, hat sich die 15-jährige Leonie Prillwitz vor einigen Wochen bei Reichelt Chemietechnik gemeldet. Ihre Idee: Ein Waschmaschinen-Filter, der die Mikropartikel zurückhält. Man komme heutzutage fast nicht um synthetische Mikrofasern herum, so Leonie Prillwitz. Deswegen sei es umso wichtiger, jetzt anzufangen, etwas zu machen. Um die Schülerin zu unterstützen, hat das Unternehmen sie mit diversen Filtergeweben unterstützten.Mit Ihrer Entwicklung hat die Schülerin des Augsburger Maria-Ward-Gymnasiums nun den Regionalsieg bei „Jugend forscht“ erreicht. Auch Leonies jüngere Schwester, die 12-jährige Zoe, wurde im Wettbewerb „Schüler experimentieren“ für ihre Version, einen kleineren Filter für das Waschbecken, ausgezeichnet.

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