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Die Tönsmeier-Maschine
Tönsmeier entschied sich für eine RS 8012 mit Sieben-Messer-Rotor und vier Festmessern. Bei 800 mm Rotordurchmesser weist die Mühle eine Schnittbreite von 1200 mm auf. Die Rotorwelle erhielt eine zusätzliche Schwungscheibe zur kraftvollen Zerkleinerung der massiven Rohrteile. Die Rotormesser sind voreinstellbar ausgeführt und verfügen über eine Einstell-Lehre und Festanschläge für die Festmesser. „Dadurch kann der Messertausch – unverzichtbar für den Erhalt einer kontinuierlichen Recyclat-Qualität – stets einfach und schnell erfolgen“, erklärt Oberholz. Die Messer der RS 8012 arbeiten im Scherenschnitt, was die Energieeffizienz der Mühle begünstigt. Wegen der abrasiven Verunreinigungen der Rohrstücke erhielt die neue Mühle zudem einen kompletten Verschleißschutz. Da über Schraubverbindungen befestigt, können alle Verschleißschutz-Komponenten selbst nach vielen Jahren noch einfach ausgetauscht werden.
Die neue Zentralmühle ließ sich sehr einfach in den vorhandenen Recycling-Prozess bei Tönsmeier integrieren. Der Aufstellraum ist als Grube ausgeführt, in dem die Großmühle über ein Förderband beschickt wird. Die bestehende Absauganlage mit ihren Anschlüssen konnte übernommen werden. Die nötigen steuerungstechnischen Anpassungen führten die Getecha-Techniker aus. Dazu wurde die Signalverarbeitung der Recycling-Anlagen (Bandüberlast, Ein- und Abschaltroutinen usw.) in den Schaltschrank der Großmühle integriert.
Controller senkt Stromverbrauch nachhaltig
Mit ihrem 160-kW-Motor hat die neue Großmühle die gleiche Antriebleistung wie ihre Vorgängerin. „Allerdings zeigte sich schon während der ersten Testläufe, dass unser Rotoschneider gut 35 % mehr Durchsatz erreicht und das bei einer Energieeinsparung von etwa 20 %“, so Oberholz. Als besonders erfreulich verbuchten die Verantwortlichen von Tönsmeier dabei die Wirkung der Energy-Save-Motorregelung von Getecha. Denn dieser Controller bietet nicht nur einen schonenden Sanftanlauf, sondern errechnet über die kontinuierliche Erfassung der Leistungsdaten des Antriebs (Strom, Spannung, cos phi) immer die jeweils günstigste Motorspannung für den energieeffizientesten Betriebszustand. Er führt dem Motor immer nur die tatsächlich erforderliche Spannung zu. „Und zwar völlig ohne Drehmomentverlust“, betont Oberholz.
Durchgängige Automatisierung für reibungslose Integration
Um das reibungslose Zusammenspiel aller Funktionseinheiten einer Komplettanlage von Fördertechnik und Metalldetektion über das Schneidwerk bis hin zu Mahlgut-Entsorgung, Entstaubung, Kühl- und Ablufttechnik sicherzustellen, schöpft Getecha alle Möglichkeiten, die eine durchgängige Automatisierung bietet, aus.
Auf Wunsch stattet Getecha seine Zerkleinerungsanlagen mit einer SPS-Steuerung und einem Touch Screen aus. Betriebsparameter, Warnungen oder auch Störungen werden dabei via Bildschirm visualisiert und in mehrsprachigem Klartext angezeigt. Alle Anlagen sind bedienerfreundlich, und so lassen sich Reinigung und Wartung sicher und einfach bewerkstelligen – je nach Rotoschneider-Modell öffnen und schließen sich Trichter und Mahlraum sogar elektrohydraulisch.
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