Molchtechnik Rohrleitungen mit Molchen entleeren und ressourcenschonend reinigen

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Energie-, Wasser- und Rohstoffpreise steigen weltweit. Im Zeichen der Ressourceneffizienz kann es sich kein Unternehmen leisten, wertvolles Produkt in den Rohrleitungen bei der Reinigung einfach auszuspülen. Moderne Molchtechnik spart Zeit, Geld und ist in nahezu allen Anwendungen einsetzbar. Welche Möglichkeiten ausgewählte Molchsysteme für Chemie- und Pharmaindustrie bieten, erfahren Sie hier.

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Das Molchsortiment ist groß – von Lippenmolchen für die chemische Industrie bis zu Zylindermolchen für hygienische Anwendungen im Pharmabereich sind die Transport- und Reinigungshelfer in verschiedenen Materialien und Formen erhältlich und einsetzbar.
Das Molchsortiment ist groß – von Lippenmolchen für die chemische Industrie bis zu Zylindermolchen für hygienische Anwendungen im Pharmabereich sind die Transport- und Reinigungshelfer in verschiedenen Materialien und Formen erhältlich und einsetzbar.
(Bild: G.A. Kiesel)

Günstiger, reiner, qualitativ hochwertiger – an die Produkte der Prozessindustrie werden immer höhere Ansprüche gestellt, einerseits durch gesetzliche Auflagen, andererseits durch Kunden und die weiterverarbeitende Industrie. Die Produzenten wissen, wie wichtig die Herstellung kostengünstiger Qualitätsprodukte ist, und investieren entsprechend in ressourcenschonende Verfahren.

Ein Ansatzpunkt ist das Einsparpotenzial bei der Reinigung von Rohrleitungssystemen. Denn bei CIP- und SIP-Reinigungen werden jährlich Millionen Liter Wasser und Reinigungschemikalien verschwendet, die anschließend meistens aufwändig sowie kostenintensiv geklärt werden müssen.

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Ressourcenschonendes Reinigungs- und Transportsystem

Ein im Vergleich zu konventionellen Reinigungsprozessen ressourcenschonendes Reinigungs- und Transportsystem ist die Molchtechnik. Ein oder mehrere Formkörper aus Polymeren werden mithilfe eines Treibmediums – Druckluft, Stickstoff für den Ex-Bereich, Wasser, Reinigungsmittel oder Produkt – durch die Leitungen gepresst. Dabei können die Molche Produkte fördern, einzelne Chargen voneinander trennen und gleichzeitig die Rohre reinigen.

Auf Grund der unterschiedlichen hygienischen Anforderungen der Prozessindustrie gibt es heute verschiedenste Molchtypen wie Zylindermolche oder Lippenmolche aus den unterschiedlichsten Materialien (Silikon, EPDM, HNBR, PU Vulcolan, Viton), welche die Bedürfnisse von der Petrochemie bis zur Pharmaindustrie abdecken.

Viele Ausrüsterfirmen haben ein eigenes Sortiment, und die meisten haben sich auf spezielle Fachgebiete der Molchtechnik – z.B. Rohrleitungsbau- und Montage, molchbare Armaturen oder Messtechnik – spezialisiert (für einen Überblick siehe PROCESS Plus). Einige Unternehmen wie Gulbinat, Kieselmann, Liag, I.S.T. Molchtechnik und G.A. Kiesel bieten ein breites Portfolio vom Engineering über Armaturen zu unterschiedlichen Molchsystemen mit Serviceangeboten.

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