Modernisierungsprojekt Richtfest in Leuna

Redakteur: Redaktion PROCESS

Leuna – Am größten Modernisierungsprojekt der Total Raffinerie Mitteldeutschland wurde Mitte August Richtfest gefeiert. Für rund 42 Millionen Euro wird seit Jahresbeginn die 1985 errichtete Methanolanlage erneuert. Dabei geht es um den Austausch der jetzigen Prozesssteuerungstechnik gegen ein modernes Prozessleitsystem, ein neues Sicherheitsabschaltungssystem und den Bau einer explosionssicheren Messwarte.

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Leuna – Am größten Modernisierungsprojekt der Total Raffinerie Mitteldeutschland wurde Mitte August Richtfest gefeiert. Für rund 42 Millionen Euro wird seit Jahresbeginn die 1985 errichtete Methanolanlage erneuert. Dabei geht es um den Austausch der jetzigen Prozesssteuerungstechnik gegen ein modernes Prozessleitsystem, ein neues Sicherheitsabschaltungssystem und den Bau einer explosionssicheren Messwarte.

Zusätzlich entsteht ein Sozialtrakt. Manfred Gieseler, Geschäftsführer der Total Raffinerie, sprach von einem ganz besonderen Meilenstein und einem bewegenden Augenblick. Die Modernisierung sei ein Bekenntnis von Total für den Chemiestandort und die Region. Gleichzeitig werde die Versorgung der Kunden weiter gesichert.

Er hob hervor, dass bislang die Hälfte der Aufträge an Firmen der Region vergeben wurde. Für die Umsetzung des Projekts müssen bei laufendem Betrieb etwa 450 Kilometer Kupferkabel verlegt und 10 000 Ein- und Ausgangssignale umverlegt werden. Laut Projektleiter Joel Thoumeaud sind bislang 2500 Kubikmeter Beton verbaut und 220 000 Arbeitsstunden geleistet worden.

Die Fertigstellung ist für 2008 vorgesehen. Die Methanolanlage befindet sich drei Kilometer von der neuen Raffinerie entfernt und ist 1997 integriert worden. Produziert werden jährlich etwa 700 000 Tonnen Methanol. Damit ist die Raffinerie der größte Produzent in Deutschland. Etwa ein Drittel der Produktion verbleibt am Standort Spergau und wird u.a. zur Herstellung von Leimen oder Biodiesel verwendet.

Beliefert werden darüber hinaus Chemieunternehmen in Deutschland, aber auch in der Slowakei, Ungarn und anderen Ländern. In der Anlage sind 80 von 650 Mitarbeitern der Raffinerie beschäftigt.

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