Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Nächster Versuch: Lukoil plant Verkauf an US-Firma Carlyle

< zurück

Seite: 7/13

Anbieter zum Thema

19.01.2026

Stuttgart (dpa/lsw) *17:31 – Massives Treibhausgas-Leck beschäftigt den Landtag

Die Vorwürfe um mögliche gewaltige Emissionen des klimaschädlichen Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) in Baden-Württemberg beschäftigen am Dienstag den Landtag. Der Umweltausschuss befasst sich in einer Sondersitzung (11.30 Uhr) mit den Vorwürfen und dem Umgang von Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) damit.

Neben der Ministerin soll im Ausschuss auch der Wissenschaftler befragt werden, dessen Team die Emissionen festgestellt hatte. Die Forscher der Goethe-Universität in Frankfurt am Main hatten deutlich höhere SF6-Werte gemessen als vom Chemiekonzern Solvay für sein Werk in Bad Wimpfen bei Heilbronn offiziell angegeben. Solvay ist europaweit der einzige Hersteller des Gases, das unter anderem in der Elektroindustrie als Isoliermittel eingesetzt wird.

Während der Konzern für das Jahr 2023 insgesamt 56 Kilogramm SF6 gemeldet hat, kamen die Forscher im Schnitt der Jahre 2020 bis 2023 auf rund 30 Tonnen jährlich für die Region. Dem Umweltministerium waren die Ergebnisse der Wissenschaftler nach eigenen Angaben im Frühjahr 2024 vorgestellt worden. Bekannt wurde das mögliche Treibhausgas-Leck allerdings erst Anfang Dezember 2025.

Auch deswegen kritisiert die CDU-Fraktion, die die Sondersitzung beantragt hat, mangelnde Transparenz des Umweltministeriums. «Ich erhoffe mir eine lückenlose Aufklärung, wie ein Unternehmen trotz Kenntnis der Produktionsprobleme seitens der Behörden ohne Konsequenzen seit mindestens 2023 Jahr für Jahr so viel CO2-Äquivalente ausstößt wie der gesamte Flugverkehr in Baden-Württemberg», sagte CDU-Umweltexperte Raimund Haser.

Hannover (dpa) *17:30 – Tarifgespräche für Chemie-Beschäftigte im Norden starten

Arbeitgeber fordern eine «tarifpolitische Atempause», die IG BCE sieht «massiven Nachholbedarf bei den Löhnen». In Hannover starten die Tarifgespräche für die Chemiebranche. In Hannover starten am Dienstag (10.30 Uhr) die regionalen Tarifverhandlungen für die norddeutsche Chemie- und Pharmaindustrie. In den Gesprächen geht es um die Vergütung der rund 68.000 Beschäftigten in Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Während der Arbeitgeberverband ChemieNord eine «tarifpolitische Atempause» verlangt, fordert die Gewerkschaft IG BCE eine Lohnerhöhung, «die die Kaufkraft weiter stärkt».

Die Branche ist im Norden vor allem mittelständisch geprägt, 86 Prozent der Betriebe haben laut ChemieNord weniger als 500 Beschäftigte. Und viele hätten schon jetzt mit hohen Arbeitskosten zu kämpfen, so der Arbeitgeberverband. Die IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie) sieht dagegen weiter «massiven Nachholbedarf bei den Löhnen». Auf eine prozentuale Lohnforderung hat die Gewerkschaft bundesweit verzichtet.

Gewerkschaft und Arbeitgeber verhandeln derzeit in neun regionalen Tarifrunden, jeweils nur an einem Tag. Gibt es hier keine Einigung, so sollen am 3. Februar bundesweite Gespräche starten, die dann ebenfalls in Hannover beginnen. Verhandelt wird dann für insgesamt 585.000 Beschäftigte in ganz Deutschland.

Monheim am Rhein (ots) *14:01 – Oxea startet umfassendes Transformationsprogramm zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

Oxea reagiert auf anhaltende wirtschaftliche Herausforderungen mit einem umfassenden Transformationsprogramm. Mit gezielten Maßnahmen soll das Deutschlandgeschäft wieder wettbewerbsfähig und das Unternehmen robust für die kommenden Jahre aufgestellt werden. «Die anhaltende Nachfrageschwäche in wichtigen Abnehmerbranchen führt seit geraumer Zeit zu einem erheblichen Marktdruck in unseren Endmärkten. Das wirkt sich spürbar auf Volumen, Preise und Ergebnis aus und macht Anpassungen auf der Struktur- und Kostenseite dringend notwendig», sagt Bastian Kuhl, Chief Transformation Officer bei Oxea.

Das Programm umfasst Investitionen in Zukunftsfelder und neue Fähigkeiten sowie Effizienzmaßnahmen. Dazu zählen Sachkosten- und Materialeinsparungen sowie Verbesserungen von Prozessen und organisatorischen Abläufen. Im Rahmen des Transformationsprogramms sind auch strukturelle Anpassungen im Personalbereich erforderlich. Derzeit geht die Geschäftsleitung von einer Anpassung der Beschäftigtenzahl in einer Größenordnung von rund 140 Stellen aus. Diese Anpassung wird die drei deutschen Standorte von Oxea betreffen. Die genannte Zahl dient als Orientierungsrahmen für die anstehenden Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen und stellt ausdrücklich keine abschließende Entscheidung dar.

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Die Geschäftsleitung von Oxea in Deutschland hat die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen bereits aufgenommen. Ziel ist es, gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten und sozialverträgliche Maßnahmen zu entwickeln. «Diese Situation ist für unsere Mitarbeitenden zweifellos sehr belastend. Umso wichtiger ist es uns, den anstehenden Prozess transparent und verantwortungsvoll zu gestalten und dabei im engen Austausch mit den Arbeitnehmervertretungen zu bleiben», so Christina Fuchs, Chief Human Resources Officer bei Oxea.

(ID:50668781)