Newsticker Januar: Aktuelles aus der Prozessindustrie

Keine Annäherung bei Chemie-Tarifrunde in Hessen

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07.01.2026

Zhanjiang/Ludwigshafen (dpa/lrs) *14:42 Uhr – BASF nimmt Steamcracker in China in Betrieb

Wichtiger Schritt für den neuen großen Verbundstandort des Chemieriesen BASF im chinesischen Zhanjiang: Dort ging ein Steamcracker, eine Großanlage zur Aufspaltung von Rohbenzin mit Hilfe von Dampf (englisch: steam) in Betrieb. Wie das Unternehmen mitteilte, ist es der erste Cracker weltweit, der für den Betrieb seiner Hauptkompressoren Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen verwendet.

Der Cracker ist ein Herzstück des neuen und gleich konzernweit nach Ludwigshafen und Antwerpen drittgrößten Verbundstandorts im südchinesischen Zhanjiang. Er liefert wichtige Basischemikalien wie Ethylen und Propylen. BASF-Vorstandsmitglied Stephan Kothrade nannte die Inbetriebnahme einen wichtigen Meilenstein für den Standort. In den werden rund 8,7 Milliarden Euro gesteckt, es ist das bislang größte Einzelinvestitionsprojekt des Unternehmens.

Das Werk in Zhanjiang umfasst neben dem Steamcracker mit einer Kapazität von einer Million Tonnen Ethylen pro Jahr unter andrem auch Anlagen zur Produktion von Petrochemikalien, Zwischenprodukten und anderen Produkten, davon laufen bereits einige. Zu den Kunden gehören dem Konzern zufolge unter anderem die Verpackungsindustrie für Kunststoffe und Spezialchemikalien sowie der Bausektor für Hochleistungskunststoffe und die Automobilindustrie für Lacke und Kunststoffe.

Berlin (dpa) *4:30 Uhr – Rekord: CO2-Zertifikate bringen Staat 21,4 Milliarden Euro

Deutschland hat 2025 aus dem Verkauf von Kohlendioxid-Verschmutzungsrechten so viel Geld wie noch nie eingenommen. Aus dem europäischen und dem nationalen Emissionshandel kamen mehr als 21,4 Milliarden Euro zusammen, wie die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) in Berlin mitteilte. 2024 lag der Wert bei 18,5 Milliarden. Die Bepreisung von Treibhausgasen soll Wirtschaft und Verbrauchern einen Anreiz geben, weniger fossile Brennstoffe zu verwenden.

Das Geld fließt vollständig in den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Aus ihm werden Energiewende- und Klimaschutz-Maßnahmen finanziert. Emissionsberechtigungen werden seit 2008 verkauft. Die seitdem erzielten Gesamterlöse überschritten laut DEHSt im Dezember die 100-Milliarden-Euro-Marke.

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