Stromversorgung Redundant ausgelegte Stromversorgungskonzepte

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Anja Moldehn / Dr. Jörg Kempf

Zur Vermeidung von Stillstandszeiten werden Stromversorgungen zunehmend redundant angeschlossen. Handelt es sich um kritische Anwendungen in der Verfahrenstechnik, sollte die gesamte redundante Lösung zudem überwacht werden. Hier erfahren Sie, wie ...

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Das Redundanzmodul Quint Oring erkennt kritische Betriebszustände frühzeitig und meldet sie dem Anwender, bevor es zu Problemen der Spannungsversorgung kommt.
Das Redundanzmodul Quint Oring erkennt kritische Betriebszustände frühzeitig und meldet sie dem Anwender, bevor es zu Problemen der Spannungsversorgung kommt.
(Bild: Phoenix Contact)

Redundant ausgelegte Stromversorgungskonzepte stellen eine hohe Verfügbarkeit der jeweiligen Applikation sicher. Deshalb setzen Unternehmen aus der Prozess- und Verfahrenstechnik zunehmend auf entkoppelte Lösungen, beispielsweise die im niederländischen Enschede ansässige Zeton. Hier werden Pilotanwendungen entwickelt und gebaut, die eine Brücke zwischen chemischen Laborversuchsanlagen und der kommerziellen Herstellung neuer Produkte schlagen.

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Namhafte Kunden verschiedener Branchen wie der Chemie-, Öl- und Gasindustrie nutzen diese Pilotanlagen, um beispielsweise einen neuen Raffinerieprozess einzuführen. Ein solches Projekt, in dem 2500 Ein- und Ausgänge überwacht werden müssen, zieht erhebliche Investitionen nach sich. „Ein Ausfall der Produktion wäre sehr teuer oder könnte je nach Prozess sogar zur Zerstörung von Anlagenteilen führen“, erläutert Ruud Mennink, Control Systems Lead Engineer für dieses Projekt.

Deshalb werden alle Einzelteile in den dezentralen Schaltschränken redundant ausgeführt, von der primären Energieversorgung bis zur Verdrahtung der Lasten. Sobald ein Gerät ausfällt, übernimmt ein zweites dessen Funktion. Für die Versorgung der dezentralen Schaltschränke heißt das, dass ausgangsseitig zwei Stromversorgungen mit 24 VDC und 10 A parallel geschaltet sind. Dazu sind die Stromversorgungen so dimensioniert, dass der gesamte Strombedarf der angeschlossenen Lasten in allen Betriebszuständen von nur einem Modul abgedeckt ist. In jedem der insgesamt sechs dezentralen Schaltschränke befinden sich jeweils zwei Stromversorgungen Quint Power und ein Redundanzmodul Quint Oring mit 24 VDC und zweimal 10 A zur Versorgung der Elektronik.

Entkopplung, Überwachung und Regelung durch aktive Redundanzmodule

Die aktiven Redundanzmodule Quint Oring überwachen die gesamte redundante Lösung von den Ausgangsspannungen der Stromversorgungen bis zum Laststrom. Sie detektieren kritische Betriebszustände und teilen dies dem Anwender frühzeitig mit. Beispielsweise werden fehlerhafte Verdrahtungen oder defekte Kabel angezeigt, was bisher nicht in diesem Umfang möglich war.

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