Kommunikation Protokoll-Konverter schaffen Ordnung im Daten-Strudel

Autor / Redakteur: Frank Horstmann / Dr. Jörg Kempf

Die Wasser- und Abwassertechnik ist durch zahlreiche Systeme und Gewerke gekennzeichnet, die räumlich weit verteilt sind und so ein komplexes Versorgungsnetz bilden. Um die Systeme effizient und nachhaltig betreiben zu können, werden umfangreiche Daten und Diagnoseinformationen benötigt. Neue Protokoll-Konverter setzen sowohl serielle als auch TCP/IP-basierte Protokolle in den vom Leitsystem bevorzugten Kommunikationsstandard um.

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Der Protokoll-Konverter Resygate verwaltet bis zu 4000 Prozessvariablen, wobei die beiden integrierten Ethernet-Controller eine optimale Trennung zwischen Feld- und Leitebene ermöglichen.
Der Protokoll-Konverter Resygate verwaltet bis zu 4000 Prozessvariablen, wobei die beiden integrierten Ethernet-Controller eine optimale Trennung zwischen Feld- und Leitebene ermöglichen.
(Bilder: Phoenix contact, © rcfotostock Fotolia, [M]-Sahlmüller)

In der Vergangenheit mussten Service-Mitarbeiter die für den Betrieb erforderlichen Daten mühevoll zusammentragen. Heute fungieren moderne Leitsysteme als Knotenpunkte, an denen die Informationen zusammenlaufen und ausgewertet werden. Doch Anlagen, die über Jahrzehnte in den Versorgungsnetzen erweitert und teilweise bereits modernisiert wurden, nutzen unterschiedliche Protokolle für die Datenübertragung.

Das bedeutet, dass der vom Leitsystem favorisierte Kommunikationsstandard oftmals nicht unterstützt wird. Vor diesem Hintergrund bietet Phoenix Contact mit dem Protokoll-Konverter Resygate eine zuverlässige Lösung zur einfachen und wirtschaftlichen Anbindung aller Automatisierungs-Komponenten. Resygate konvertiert dabei serielle und/oder TCP/IP-basierte Fernwirkprotokolle in die genormten IEC-Standards 60870-5-104 und 60870-5-101 Balanced. Somit lässt sich der Konverter in vielen Bereichen des Versorgungsnetzes einsetzen.

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Steht die Erneuerung des Leitsystems an, kann häufig eine Vielzahl von Fernwirkstationen, die über verschiedene Protokoll-Schnittstellen verfügen, nicht direkt in den Prozess eingebunden werden. Da für die meisten Betreiber eine kostspielige Modernisierung sämtlicher Gewerke aus finanziellen Gründen nicht durchführbar ist, müssen die bestehenden Fernwirklinien zunächst oftmals erhalten bleiben und später sukzessive erneuert werden. In derartigen Applikationen konvertiert Resygate sowohl serielle als auch TCP/IP-basierte Protokolle in den vom Leitsystem bevorzugten Standard.

Darüber hinaus kommt es nicht selten vor, dass Anwender viele Ethernet-Teilnehmer in das Versorgungsnetz integrieren möchten, der vorhandene IP-Adressbereich jedoch nicht ausreicht. In diesem Fall ermöglicht der Konverter eine kostengünstige und Ressourcen-schonende Erweiterung des IP-Netzes sowie die Bildung eigener Subnetze.

Der Protokoll-Konverter läuft auf einem industriellen Box-PC, der sich direkt auf die Hutschiene montieren lässt. Zur seriellen Anbindung stehen bereits drei RS232-Schnittstellen zur Verfügung, wobei an jeder Schnittstelle eine Linie betrieben werden kann. Für die sicherheitstechnische Trennung zwischen der Feld- und Leitebene wird der Resygate-Konverter standardmäßig mit zwei separaten Ethernet-Controllern ausgeliefert. Nicht benötigte Anschlüsse können deaktiviert werden.

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