Worldwide China Indien

Dosierpumpen

ProMinent nimmt stärkere Marktposition im Bereich Prozessdosierpumpen ins Visier

04.06.2007 | Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Prozessdosierpumpe Triplex MFS von ProMinent
Prozessdosierpumpe Triplex MFS von ProMinent

ProMinent hat den Start einer Vertriebsoffensive im Bereich Prozessdosierpumpen angekündigt. Insbesondere in der Erdöl- und Erdgasindustrie sowie in der chemischen und petrochemischen Industrie will das Unternehmen deutlich Marktanteile hinzu gewinnen.

Unser Ziel ist es, jedem Kunden genau das zu bieten, was er braucht und will“, dieses Motto hat sich ProMinent auf die Fahnen geschrieben. Auf dem Weg zu diesem Ziel klaffte jedoch bisher eine erhebliche Lücke im Produktportfolio, und zwar im Bereich Großpumpen. Die Weichen, diese Lücke zu schließen, wurden zwar mit der Übernahme von Orlita bereits Ende der 90er Jahre gestellt. „Doch damals waren wir einfach noch nicht so weit und es galt noch einiges zu bereinigen“, erinnert sich Bernd Freissler, Produktmanager Prozesspumpen bei ProMinent, und fügt hinzu: „Zudem florierte der Öl- und Gasmarkt damals nicht so wie heute, so dass es keinen Sinn gemacht hätte, eine entsprechende Offensive zu starten.“

So erfolgte der endgültige Lückenschluss jetzt in diesem Jahr mit der vollständigen Integration der bisher 100%-igen Tochterfirma Orlita in die Prominent Dosiertechnik – und zwar auf allen Wertschöpfungsstufen. Damit rundet das Heidelberger Unternehmen, bisher Marktführer im Segment Niederdruck-Membrandosierpumpen, sein Produktspektrum an Prozessdosierpumpen im High-End-Bereich ab und präsentiert sich ab sofort auch mit Pumpenbaureihen für höchste Drücke und Dosiermengen als Komplett-Anbieter für Dosierpumpen aller Leistungsklassen. „Jetzt stimmt die Produktpalette, das Know-How in Form von Man-Power ist aufgebaut. Jetzt wollen wir loslegen“, bläst Freissler zur Offensive und hat dabei insbesondere die attraktiven Zielmärkte für Prozessdosierpumpen wie die Erdöl- und Erdgasindustrie sowie die Chemie und Petrochemie im Visier.

Gut vorbereitet

Auf die Aufgabe, diese Märkte stärker zu penetrieren, hat man sich in Heidelberg intensiv vorbereitet: So wurden in den vergangenen zwei Jahren die umfangreichen Baureihen der Hydraulik-Membranpumpen sowie Kolbendosierpumpen von Orlita nahtlos in das eigene Produktportfolio integriert. In Konstruktion und Entwicklung wurden bestehende Daten vollständig digitalisiert und in die CAD-Systeme übernommen.

Ein weiterer Schritt bestand in der Modernisierung der Produktion, um auch hier den Stand der bestehenden Dosierpumpenproduktion zu erreichen. Ausgehend von einer Produktion, die im Bereich der Prozessdosierpumpen auf geringe Stückzahlen mit hoher Flexibilität ausgelegt war, musste die gesamte Produktionsplanung und -steuerung auf eine Serienfertigung umgestellt werden, ohne dabei die erforderliche Flexibilität zu verlieren.

Kurze Lieferzeiten entscheiden

Heute können kundenspezifische Einzelgeräte ebenso zügig abgewickelt werden wie Großprojekte mit hohen Stückzahlen. Mit dem optimierten Produktionsdurchlauf sind kurze Lieferzeiten durch weitgehend standardisierte Fertigungsabläufe und die optimierte Zusammenstellung einzelner Baugruppen möglich. Ein Muss, um in einer Zeit der Lieferengpässe die Nase im Wettbewerb vorn zu haben. In der heutigen Zeit muss man nicht mit dem Preis runter gehen, sondern mit der Lieferzeit“, bringt es Freissler auf den Punkt. Zertifiziert nach DIN ISO 9001:2000 stelle ProMinent bei einer Fertigungstiefe von über 70 Prozent in sieben Produktionsstätten weltweit eine gleichbleibend hohe Qualität aller Produkte sicher, so Freissler.

Niederlassungsnetz als Trumpf

In der Produktion also darauf vorbereitet, auch größere Stückzahlen problemlos zu fertigen, scheint man in Heidelberg auch vertrieblich für die Erschließung neuer Märkte bestens gewappnet. Insbesondere hier sieht das Unternehmen einen weiteren entscheidenden Wettbewerbsvorteil. „Wir sind der Anbieter von Prozessdosierpumpen mit dem größten Netz an eigenen Vertriebsniederlassungen“, argumentiert Freissler nicht ohne Stolz. „Das ist mit entscheidend, gerade im Bereich der Großpumpen, wo der Service und die Unterstützung vor Ort einen immer größeren Anteil an der kundenspezifischen Leistung ausmachen.“

Mit 44 eigenen Niederlassungen und Vertretungen in weiteren 60 Ländern sind eine weltweite Verfügbarkeit der Produkte und kurze Wege zum Kunden gesichert. Insbesondere ist ProMinent in allen Öl- und Gas-Regionen der Welt sowie in den Top-Ten der Erdgas und Erdöl fördernden Länder mit eigenen Niederlassungen vor Ort. Ohne Mentalitäts- und landessprachliche Hemmschwellen ist durch den direkten Kontakt zur Niederlassung im jeweiligen Land eine ausführliche Beratung während der Projektplanung ebenso möglich wie eine intensive Unterstützung im Bau und Betrieb der Anlage.

Um das Vertriebsnetz weiter auszubauen, wurde zuletzt in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Form eines Joint Ventures mit dem ortsansässigen Handelshaus Juffali eine weitere Niederlassung eröffnet. Damit soll vor allem die boomende Öl- und Gasindustrie am persischen Golf noch intensiver betreut werden.

Leistungsstark bis über 3000 bar

Was zeichnet die Prozessdosierpumpen von ProMinent technisch aus? Mit ihrer robusten Bauart sind sie für einen zuverlässigen Betrieb auch unter härtesten Bedingungen ausgelegt. Durch ihren modularen Aufbau ist eine flexible Anpassung der Membran-, Hydraulikmembran-, und Kolben-Dosierpumpen an vorliegende Praxisbedingungen problemlos möglich. Den Anforderungen entsprechend können die Pumpen bei sehr hohen Drücken bis über 3000 bar und Produkttemperaturen von –40 bis +400 °C ebenso eingesetzt werden wie bei der Dosierung von hoch bis höchstviskosen Flüssigkeiten. Selbst Medien mit einer dynamischen Viskosität von bis zu 1 000 000 mPas lassen sich zuverlässig fördern.

Die Pumpen sind gemäß API 675 oder explosionsgeschützt gemäß Atex ausgeführt. Aufgrund ihrer drucksteifen Kennlinie ist eine sehr genaue Dosierung möglich. Eine hohe Membran- sowie Kolbenlebensdauer gewährleistet den geforderten, wartungs- und störungsfreien Betrieb. Hermetisch dichte Dosiereinheiten und entsprechend beständige Materialien aus Teflon oder Edelstahl sorgen für eine problemlose Förderung von aggressiven Medien. Die Prozesspumpen sind auch bei großen Saughöhen selbstansaugend.

Breites Einsatzspektrum

Als Dosierpumpen finden sie ihren Einsatz in Industriebereichen wie beispielsweise der Chemie, Petrochemie, Raffinerie sowie Öl- und Gasproduktion oder als Spezialdosierpumpen in der Verfahrensindustrie. In der Öl- und Gasindustrie sind sie zur Dosierung unterschiedlicher Chemikalien am Bohrloch ebenso geeignet wie auf Plattformen zur Dosierung von Inhibitoren, Methanol und Additiven. Beim Transport und der Raffinerie eignen sich alle Prozesspumpentypen zur Dosierung von Inhibitoren, Drag Reducern, Additiven, Katalysatoren oder Farbstoffen.

Man darf gespannt sein, wie der Markt reagiert und ob ProMinent seine durchaus ehrgeizigen Ziele erreicht.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 209691 / Pumpen)