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Energiewende Power2X startet in die zweite Projektphase

| Redakteur: Alexander Stark

Seit September 2019 läuft die zweite Phase des Kopernikus-Projektes P2X, das unter anderem von der Dechema koordiniert wird. Es will nachhaltige Lösungen für energetische Versorgung und stoffliche Wertschöpfung aufzeigen.

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In Karlsruhe vereint eine Versuchsanlage erstmals weltweit alle vier notwendigen Schritte, um Treibstoff aus Strom und Luft herzustellen.
In Karlsruhe vereint eine Versuchsanlage erstmals weltweit alle vier notwendigen Schritte, um Treibstoff aus Strom und Luft herzustellen.
(Bild: Power-to-X)

Frankfurt am Main – In den nächsten drei Jahren steht beim Kopernikus-Projekt P2X die Zukunft eines nachhaltigen Energiesystems im Fokus. Es soll primär die Reduktion klimaschädlicher Emissionen zum Ziel haben, um den damit einhergehenden Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur so weit als noch möglich zu verlangsamen. Andererseits soll Energie für die chemische Industrie, Haushalte, Transport und Verkehr bezahlbar bleiben und die Versorgungssicherheit gewahrt werden. Neben der wissenschaftlichen Forschung sind daher auch Fragen zur Akzeptanz ein Thema.

In der ersten Phase des Kopernikus-Projektes P2X wurde die technologische Basis für Lösungen erforscht. Diese Technologien können dabei helfen, die CO2-Neutralität von Produkten wie Kraftstoffen und Chemikalien zu erreichen. Die Highlights aus der ersten Förderphase, die im Herbst endete, sind in der Broschüre „Impulse für die Energiewende“ zusammengestellt. Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung neuer Elektrodenmaterialien, mit denen Wasser wirtschaftlicher und kostengünstiger in Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt werden kann. Auch eine nachhaltige Chemie wird möglich: Mithilfe von Bakterien können zum Beispiel Basischemikalien mit CO2 und Strom aus erneuerbaren Quellen hergestellt werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit Herbst 2016 vier Kopernikus-Projekte. In dieser Forschungswerkstatt für die Energiewende arbeiten mehr als 240 Partner aus Wissenschaft, Industrie und Zivilgesellschaft zusammen. Weitere vom Bundesministerium geförderte Kopernikus-Projekte:

  • Ensure diskutiert darüber, wie die Netze der Zukunft aussehen können und welche Möglichkeiten der Energieverteilung es dabei gibt.
  • Synergie erforscht, wie industrielle Prozesse durch erneuerbare Energien verbessert werden können.
  • Enavi untersucht, wie Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenfinden können. Es geht dabei um Fragen wie: Welche politischen Vorgaben sind am erfolgversprechendsten, um den CO2-Ausstoß zu verringern? Und wie kann man die Gesellschaft für unliebsame Maßnahmen gewinnen?

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