Worldwide China Indien

Erneuerbare Energie

Power-to-Gas-Anlage um Methanisierung erweitert

| Redakteur: Tobias Hüser

Die Projektpartner bei der Eröffnung der Methanisierungsanlage: Eckhardt Rümmler, Chief Operating Officer von Uniper, Prof. Thomas Kolb, KIT, Helmut Knauthe, Chief Technology Officer von Thyssenkrupp Industrial Solutions, Christian Ehler, Mitglied des Europäischen Parlaments, Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Axel Wietfeld, Geschäftsführer von Uniper Energy Storage, Frank Gröschl, Leiter Technologie und Innovationsmanagement des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches und René Schoof, Fachabteilungsleiter Operational Performance Surface Storage Facilities (v.l.n.r.).
Bildergalerie: 2 Bilder
Die Projektpartner bei der Eröffnung der Methanisierungsanlage: Eckhardt Rümmler, Chief Operating Officer von Uniper, Prof. Thomas Kolb, KIT, Helmut Knauthe, Chief Technology Officer von Thyssenkrupp Industrial Solutions, Christian Ehler, Mitglied des Europäischen Parlaments, Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Axel Wietfeld, Geschäftsführer von Uniper Energy Storage, Frank Gröschl, Leiter Technologie und Innovationsmanagement des DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches und René Schoof, Fachabteilungsleiter Operational Performance Surface Storage Facilities (v.l.n.r.). (Bild: Uniper)

Das europäische Forschungsprojekt Store&Go tritt in die nächste Phase ein. Die Power-to-Gas-Anlage in Falkenhagen ist um eine Methanisierungsanlage erweitert worden. Die Produktion von synthetischem Methan soll zur Herstellung von erneuerbaren Energie beitragen.

Falkenhagen – Nachdem mit der bisherigen Anlage reiner Wasserstoff (sogenanntes „Wind Gas") direkt ins Erdgasnetz eingespeist werden konnte, ermöglicht die neue Methanisierung die Erzeugung von "grünem" Methan. Dabei wird der regenerativ erzeugte Wasserstoff in diesem zweiten Schritt mit CO2 aus einer Bio-Ethanol-Anlage zu Methan, d.h. synthetischem Erdgas, umgewandelt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Gelingen der Energiewende, denn grünes Methan kann im Gegensatz zu grünem Wasserstoff vielfältiger eingesetzt werden: Es kann verschiedenen Marktsektoren, wie dem Strom- und Wärmemarkt, der Industrie sowie der Mobilität zur Verfügung gestellt werden. Außerdem ermöglicht es die unbeschränkte Nutzung der Erdgasinfrastruktur beispielsweise für Transport und Speicherung. Die so gespeicherte Energie steht immer zur Absicherung bereit, insbesondere wenn Sonne und Wind nicht im erforderlichen Umfang verfügbar sind.

Im Projekt Store&Go arbeiten 27 Partner aus sechs Ländern zusammen, um die Möglichkeiten der Integration von Power-to-Gas-Anwendungen in das europäische Energienetz zu untersuchen und vor allem die Methanisierung von Wasserstoff als wichtigen Schritt für die Energiewende voranzutreiben. Die Power-to-Gas-Pilotanlage „Wind Gas Falkenhagen" wurde 2013 errichtet, um Windenergie im Erdgasnetz zu speichern. Im Juli 2017 wurde der Grundstein für die Methanisierungsanlage und weitere dafür notwendige Komponenten direkt neben dem bestehenden Standort gelegt. Dies alles konnte nun planmäßig fertiggestellt werden.

24-monatiger Forschungsbetrieb

Gemeinsam mit den Standortpartnern Thyssenkrupp Industrial Solutions, der Forschungsstelle des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), hat Uniper die großtechnische Anlage realisiert. Diese soll im Rahmen des Projekts 24 Monate betrieben und untersucht werden. „Ohne den Ausbau von langfristigen Speichermöglichkeiten wird die Energiewende scheitern. Mit der Inbetriebnahme der Methanisierungsanlage als Ergänzung zu unserer erfolgreich erprobten Power-to-Gas-Anlage zeigen wir, dass die Technologien bereit sind, um aus erneuerbaren Energien grünes Gas herzustellen“, sagt Eckhardt Rümmler, Vorstand von Uniper für Innovationen.

Die Methanisierungsanlage produziert bis zu 57 m3/h SNG (Synthetic Natural Gas, bei Normaldruck und -temperatur), was in etwa einer Leistung von 600 kWh/h entspricht. Zum Vergleich: Mit dieser Energiemenge könnte man eine 50-m2-Wohnung etwa einen Monat lang beheizen. Zudem wird die beim Prozess entstehende Wärme von dem benachbarten Furnierwerk genutzt. „Power-to-Gas-Technologien und Erdgasinfrastruktur sind unverzichtbare Elemente der Energieversorgung der Zukunft für Deutschland und Europa. Ich freue mich, dass die neue Anlage in ihrem Herzen einen in Karlsruhe entwickelten katalytischen Wabenreaktor für die flexible, bedarfsorientierte Methanisierung nutzt“, erläutert Prof. Thomas Kolb vom KIT.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45298620 / Energieeffizienz)