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Klärschlamm-Eindickung Online-Feststoffbestimmung in der Schlamm-Eindickung – die Vorteile

Autor / Redakteur: Dr. Andreas Schroers / Dr. Jörg Kempf

Das Klärschlamm-Management kann mithilfe einer adäquaten Analytik deutlich verbessert werden. Mit dem Einstellen der optimalen Konzentrationen werden Energie-, Transport- und Entsorgungskosten gespart. Lernen Sie die Vorteile der Online-Feststoffbestimmung kennen.

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Installation der Solitax sc Feststoffsonde
Installation der Solitax sc Feststoffsonde
(Bild: Hach-Lange)

Die durch strengere Umweltauflagen vorangetriebene, gesteigerte Reinigungsleistung von Kläranlagen führt automatisch zu einer erhöhten Klärschlammproduktion. Neben dem Primärschlamm, der bereits im Rohabwasser abgetrennt wird, geht es hier insbesondere um den bei der biologischen Reinigung gebildeten Sekundärschlamm.

Auf den meisten größeren Anlagen wird der Klärschlamm vor seiner endgültigen thermischen oder landwirtschaftlichen Entsorgung in der so genannten Faulung energetisch verwertet. Hier werden große Teile des im Schlamm enthaltenen Kohlenstoffs in Me-than verwandelt, welches üblicherweise vor Ort in Blockheizkraftwerken verstromt wird.

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Vor der Klärschlammfaulung wird der Schlamm auf 5-7 % Trockenrückstand (TR) eingedickt, um den Feststoffanteil im Schlamm zu erhöhen. Hierdurch wird zum einen der Energiebedarf für die notwendige Aufheizung des Schlammes reduziert, zum anderen der Ausfaulungsgrad, d.h. der Grad der Umwandlung des Kohlenstoffanteils in Methan erhöht, darüber hinaus wird die Kapazität der Faulung durch das reduzierte Schlammvolumen gesteigert.

Zur Eindickung kommen verschiedene zumeist mechanische Einrichtungen wie Zentrifugen, Trommeleindicker oder Siebbandpressen zum Einsatz. Zur besseren Trennung von Wasser und Feststoffanteilen werden dem Klärschlamm vor der Eindickung in der Regel synthetische Polymere zugesetzt, um die Flockung zu verbessern.

Sowohl die Zusammensetzung als auch die Konzentration des Schlammes sind variabel und haben einen Einfluss auf die optimale Menge an zugesetztem Polymer. Das bedeutet, die Dosierung muss an die aktuelle im Rohschlamm vorhandene Feststoffmenge angepasst werden, da es sonst zu einer Über- oder Unterdosierung kommen kann. In diesem Fall besteht die Gefahr, dass entweder die Zielwerte für den Feststoffgehalt nicht erreicht werden oder es neben einem erhöhten Polymerverbrauch zu unlöslichen Ablagerungen im Eindicker oder nachgeschalteten Rohrleitungen kommen kann.

Obwohl mittlerweile günstige und zuverlässige Sensoren für die Online-Feststoffbestimmung im Schlamm verfügbar sind, werden entsprechende Messungen vielerorts noch manuell im Labor in größeren zeitlichen Abständen durchgeführt, was eine suboptimale Prozessführung zur Folge hat.

Auf der nächsten Seite lernen Sie die Vorteile der Online-Feststoffbestimmung in einem Praxisbeispiel kennen.

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