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Die Lösung
Zur Messung der Feststoffkonzentrationen im Zulauf der Eindicker und im eingedickten Schlamm wurden Solitax sc Feststoffsonden mit entsprechenden Einbauarmaturen verwendet. Der Einsatz der Sonden führte erstmalig zu voller Transparenz bei den TR-Werten. Diese lagen im Einführungszeitraum im Schnitt bei 5,1 % TR statt bei den angestrebten 6,5 % TR.
Zusätzlich zu den Online-Sonden wurde das RTC-ST-Modul zur Regelung der Schlammeindickung in die Anlagensteuerung integriert und in Betrieb genommen. Basierend auf dem zugeführten Schlammvolumen und dem Ergebnis der Feststoffmessung im Zulauf des Eindickers stellt das RTC-ST-Modul eine frachtabhängige Polymermenge (kg Polymer pro t Feststoffe) ein.
Darüber hinaus wird durch die nachgeschaltete Messung der Feststoffkonzentration im eingedickten Schlamm die Dosiermenge korrigiert, um bei variierenden Schlammeigenschaften den gewünschten Sollwert der Feststoffkonzentration im eingedickten Schlamm einzustellen (siehe Bildergalerie, Abb. 1).
Abb. 3 zeigt die an einem Eindicker erzielten Ergebnisse. Basierend auf den Feststoffmessungen und dem RTC-ST Modul konnte sowohl die Polymerzugabe verringert als auch die gewünschte Feststoffkonzentration im eingedickten Schlamm eingestellt werden. Hierdurch wurde erreicht, dass die Feststoffkonzentration im eingedickten Schlamm von durchschnittlich 5,1 % TR um 20 % auf 6,1 % TR gesteigert werden konnte. Die Methanausbeute der Faulgasproduktion konnte hierdurch um 6 % gesteigert werden.
Da außerdem jegliche Überdosierung vermieden wurde, konnte gleichzeitig der Polymerverbrauch um 35 % gesenkt werden. Ebenso sank der Aufwand für Reinigungs- und Wartungsarbeiten an den Eindickern, da die oben beschriebenen Ablagerungen durch Überdosierung nicht mehr auftraten.
Fazit
Durch die mit geringem Aufwand installierte Echtzeitregelung der Schlammeindickung konnte der Betriebsmittelverbrauch deutlich gesenkt werden. Allein die hierdurch erzielten Einsparungen führten dazu, dass sich die notwendigen Investitionen in kürzester Zeit amortisierten. Des Weiteren wurde die Energiebilanz der Blockheizkraftwerke durch die gesteigerte Methanproduktion verbessert.
Schließlich führten die Kombination aus Online-Messtechnik und Echtzeitregelung sowohl zu einem generell deutlich reduzierten Instandhaltungsaufwand als auch generell zu einer Reduktion von reaktiver zugunsten von geplanter Wartung.
Literatur:
[1] Tom Gilhespy (Thames Water Utilities), 17th European Biosolids Conference,19-21st November 2012, Royal Armouries, Leeds, UK
* Der Autor ist Vertical Market Manager bei der Hach Lange GmbH, Düsseldorf.
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