Pharmaverpackungen Novartis will 160 Stellen in Wehr abbauen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Novartis will bis zum Jahr 2022 160 Stellen am Standort Wehr streichen. Nach Angaben der Badischen Zeitung teilte der Pharmakonzern am Dienstag mit, man wolle aus Kostengründen den Verpackungsbereich an Standorte in Osteuropa auslagern.

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Der Novartis Hauptsitz im schweizerischen Basel
Der Novartis Hauptsitz im schweizerischen Basel
(Bild: Novartis)

Frankfurt – Derzeit arbeiten noch rund 520 Mitarbeiter bei Novartis in Wehr. Gegenüber der Badischen Zeitung sagte der Werksleiter Martin Renner, dass in den nächsten eineinhalb Jahren noch kein Angestellter von der Maßnahme betroffen wäre.

Doch auf absehbare Zeit scheint der Bereich Verpackungen in Wehr nicht mehr wettbewerbsfähig zu sein. Gegenüber finanzen.ch gab ein Unternehmenssprecher einen weiteren Nachteil für den Standort an: Die zwei produktionsstärksten Produkte in Wehr würden bis zum Jahr 2022 ihren Patentschutz verlieren. Die Herstellung von Salben, Tabletten und Gels soll aber erhalten bleiben.

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) hat laut suedkurier.de bereits angekündigt, gegen die geplanten Stellenstreichungen mit allen Mitteln vorgehen zu wollen. Gewerkschaftssekretär Gerd Laskowski plant, die Unternehmensdaten zusammen mit einem Wirtschaftssachverständigen zu überprüfen.

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