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Gast-Kolumne

Nicht was – wen bringt Big Data?

| Autor / Redakteur: Dr. Hans Morawa* / Dr. Jörg Kempf

(Bild gemeinfrei)

Dr. Hans Morawa, Autor des 2018 erscheinenden Buches „Megatypes. Probleme schneller in den Griff bekommen“ betrachtet in unserer Gast-Kolumne das heiß diskutierte Thema „Big Data“ aus einer (ganz) anderen Perspektive.

Unsere Erfahrung zeigt: Jede Generation, die eine neue Zeitebene betritt, ist anders als die davor. „Es gibt viele Morgenröten, die noch nicht geleuchtet haben,“ heißt es in der Rigveda, einer alten indischen Handschrift.

Wissenschaftlichen Studien zufolge machen die um 1990 geborenen „Digital Natives“ 40 Prozent der Bevölkerung in den USA, Europa und den BRIC-Ländern (Brasilien, Indien, China) aus. Beim Rest der Weltbevölkerung ist der Anteil ähnlich. Mehr als jeder zweite Afrikaner hat heute ein Handy, das über eine größere Rechenleistung verfügt als die, die Apollo-Astronauten bei der Mondlandung brauchten.

Die Kinder von Big Data

Weltweit im Zeichen der heraufziehenden Datenflut: Zwei polarisierende Gruppen gehen mit Big Data (im weitesten Sinne) völlig unterschiedlich um. Nennen wir sie Gruppe A und Gruppe B. Eine Gruppe C ist nicht auszuschließen; in ihr gehen die Eigenschaften von Gruppe A in die von B über, und umgekehrt.

Menschen der Gruppe A: Wie eine Maske ist ihnen der neue Zeitgeist übergestülpt – unter ihr leben, atmen, agieren, kommunizieren sie. Big Data (im Sinne der totalen Digitalisierung) ist ihre Mitte, ihr Medium, ihr Gral. Wie hypnotisiert von ihrem Smartphone, sehen wir sie überall. In der S-Bahn, allein oder in „Rudeln“. Im Bistro. Beim Überqueren der Straße. Wie sozial sind ihre sozialen Netzwerke wirklich? Facebook – ihre gigantische Klatschspalte ...

Mit dem Datensog einher geht ihr Datenrausch. In seinem Strudel agieren zahllose von ihnen wie besessen – im Glauben, „in“ oder der Zeit voraus zu sein. Nur das Neueste ist ihnen heilig. Egal wohin die Reise in die Zukunft geht. Eine ungestillte Sehnsucht lebt in ihnen, ihre Technobrunst wie eine Droge auszuleben.

Mit der Gruppe A entwickelt sich längst eine neue Massenkultur. Excesse, erinnernd an mystische Ausschreitungen im Mittelalter; spielen sich kurz vor Lieferung der neuen IT-Systeme ab. Beim Verkaufsstart einer neuen iPad-Version in Peking zerschlug die Menge die Glastüren der IT-Shops und begann Schlägereien mit dem Sicherheitspersonal. Vier Menschen, ins Krankenhaus gebracht, werden Opfer der Orgie dieser neuen Leidenschaft.

Menschen der Gruppe B ticken total anders. Wie? Einfach weiterblättern ...

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