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R. Stahl Expertenforum Neuentwicklungen senken Kosten im Ex-Bereich

| Autor: Anke Geipel-Kern

Zum Expertenforum kommen mehr als 80 Teilnehmer und bringen sich fachlich auf den neusten Stand. Kundenorientierung rückt stark in den Fokus der Entwicklungen.

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Mehr als 80 Teilnehmer kamen zum R. Stahl-Expertenforum.
Mehr als 80 Teilnehmer kamen zum R. Stahl-Expertenforum.
(Bild: Geipel-Kern)

Explosionschutzspezialist R. Stahl hat turbulente Zeiten hinter sich. Doch jetzt wirkt CEO Martin Schomaker wieder locker und entspannt, als er vor den rund 80 Teilnehmern des diesjährigen Expertenforum Explosionschutz kurz die Ereignisse der letzten zwei Jahre zusammenfasst. 2014 hat der Waldenburger Mittelständler einen Übernahmekrimi erlebt und erfahren, wie schnell ein börsennotiertes Unternehmen droht sturmreif geschossen zu werden.

Übernahmekrimi glimpflich überstanden

Schomaker ist noch heute die Erleichterung über den Rückhalt anzumerken, den das Unternehmen durch die Gründerfamilien erfahren hat. Denn die von Weidmüller eingefädelte feindliche Übernahme ist am Widerstand der Stahl und Zaisers gescheitert. Ein paar Narben sind geblieben und die Erkenntnis: So etwas darf nicht noch einmal passieren. Eine Konsequenz war der Verkauf eines Aktienpakets von zehn Prozent an die RAG-Stiftung. Mit den 50 Prozent in der Hand der Eigentümerfamilien, sind nun 60 Prozent der Aktion in fester Hand. Damit sei das leidige Übernahmethema erledigt, betont Schomaker. Dem CEO liegt – wohl auch bedingt durch die Erfahrung der letzten Zeit – vor allem das Thema Werte am Herzen. Noch bevor die Experten anderthalb Tage lang harte Fakten zum Thema Explosionsschutz präsentieren, mahnt Schomaker in seiner Begrüßung einen respektvollen Umgang innerhalb des Unternehmens und mit den Kunden an.

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Den Kunden wolle man in dem Mittelpunkt der Entwicklungsarbeit stellen, betont er und dieser Vorgabe folgt auch die interne Umstrukturierung in vier Bereiche: Beleuchtung, Systemtechnik, Installation/Klemmenkästen sowie Terminals und Kameras.

Mit zwei Neueinführungen will Stahl am Markt punkten: Neben einer neuen LED-Familie wurde das Remote I/O-System IS1 zur Signalübertragung in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 und 2 komplett überarbeitet. Investitionsaufwand und Betriebskosten im Ex-Bereich sollen sinken – je nach Anlagengröße seien bis zu 40 Prozent drin. Der Verkabelungsaufwand reduziert sich gegenüber herkömmlichen Punkt-zu-Punkt-Verdrahtungen enorm. Selbst bei geringem Signalaufkommen und kurzen Distanzen zum Leitsystem verläuft die Installation schneller und günstiger.

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