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Richtfest

Neue Technologie ermöglicht rückstandsfreie Herstellung von Dünger aus Klärschlammasche

| Redakteur: Alexander Stark

Vor kurzem feierte der Düngerhersteller Seraplant aus Haldensleben Richtfest für eine in Deutschland bislang einmaligen Produktionsanlage für phosphathaltige Einzel- und Mehrnährstoffdünger für die Land- und Forstwirtschaft. Die Kooperation mit dem renommierten Anlagenbauer und Prozessexperten Glatt Ingenieurtechnik aus Weimar basiert auf einer gemeinsam entwickelten Technologie.

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Glatt 3D-Planung für die Produktionsanlage zur Herstellung von phosphathaltigen Düngern aus Klärschlammaschen für Seraplant in Haldensleben.
Glatt 3D-Planung für die Produktionsanlage zur Herstellung von phosphathaltigen Düngern aus Klärschlammaschen für Seraplant in Haldensleben.
(Bild: Glatt Ingenieurtechnik)

Weimar – Aus einer Zusammenarbeit von Seraplant und Glatt Ingenieurtechnik ist eine neue Technologie zur rückstandsfreien Herstellung von Düngergranulat aus Klärschlammasche hervorgegangen. Dabei wird handelsüblicher, der Düngemittelverordnung entsprechender, Standarddünger produziert. Der Weimarer Technologieexperte ist auch das von Seraplant beauftragte Unternehmen zur Planung und Umsetzung der kompletten Anlagentechnik von der Rohstoffanlieferung – über die Suspensionsaufbereitung und anschließende Wirbelschichtgranulation – bis zum Fertigdünger.

Der Düngerhersteller investiert am Standort Haldensleben mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt 20 Millionen Euro in diese Produktionsstätte und wird über 20 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Vorhaben wird mit knapp fünf Millionen Euro Fördermitteln aus dem Förderprogramm der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ unterstützt. Der Produktionsstart ist für das vierte Quartal 2020 geplant. Die Produktionsanlage ist für eine Jahresproduktion von 60.000 Tonnen Phosphatdünger ausgelegt. Endkunden sind Agrarbetriebe der konventionellen und ökologischen Landwirtschaft, der Agrar- und Gartenbaugroßhandel sowie die Düngemittelindustrie.

Der gesamte Prozess ist laut Unternehmensangaben komplett abfallfrei. Während des Prozesses würden keinerlei gefährliche Zwischenprodukte, Rückstände oder Abgase entstehen. Das Projekt könnte damit einen wesentlichen Beitrag zu einem nachhaltigen und ressourcenschonenden Umgang mit dem lebensnotwendigen Wertstoff Phosphor liefern. Deutschland besitzt keine natürlichen Phosphorvorkommen. Statt den begehrten Nährstoff zu importieren, werden heimische Phosphorquellen damit wieder verfügbar gemacht. Der Gesetzgeber macht die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlämmen für die nahe Zukunft verpflichtend. Den Betreibern großer Kläranlagen bieten sich hiermit Alternativen, welche die Erfüllung dieser Vorgaben bereits heute ermöglichen.

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