Prozesssimulation Neue Methode erweitert Simulation von Phasengleichgewichten

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Wolfgang Schmidt / Anke Geipel-Kern

Die Prozesssimulation wird künftig einfacher. Jetzt gibt es nämlich Möglichkeiten, auch Fest-Flüssig- und Flüssig-Flüssig-Gleichgewichte zu modellieren und grafisch darzustellen.

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Abb. 1: Fest-Flüssig-Gleichgewicht von 1- und 2-Methylnaphthalin.
Abb. 1: Fest-Flüssig-Gleichgewicht von 1- und 2-Methylnaphthalin.
( Bild: Chemstations )

Verfahrenstechnische Prozesssimulation ist ohne die geeigneten Stoffdaten nicht möglich. Besonders häufig ist die Berechnung von Phasengleichwichten, z.B. bei der Rektifikation. Bisher gab es allerdings Lücken bei der Modellierung von Fest-Flüssig- und Flüssig-Flüssig-Gleichgewichten. In der einschlägigen Literatur ist sowohl über die Modellierung als auch über Messdaten von Fest-Flüssig-Gleichgewichten und Flüssig-Flüssig-Gleichgewichten nur wenig nachzulesen.

Seit letztem Jahr hat Chemstations die Stoffdatenbank der Simulationssoftware Chemcad 6 um Schmelzwärme und Schmelztemperatur ergänzt und das thermodynamische Modell NRTL (Non-Random-Two-Liquids) so erweitert, dass die entsprechenden Phasengleichgewichte modelliert und grafisch dargestellt werden können. Zurzeit enthält die Simulationssoftware eine Stoffdatenbank mit über 2200 Stoffen, bestehend aus Gasen, Flüssigkeiten, Feststoffen, Elektrolyten sowie Wechselwirkungsdaten. Was mit der neuen Methode möglich ist, illustrieren drei typische Beispiele auf den folgenden Seiten.

Bildergalerie
  • Seite 2: Ideales Gemisch mit Eutektikum in der Schmelze ohne NRTL-Parameter
  • Seite 3: Nicht-ideales Gemisch mit NRTL-Parametern
  • Seite 4: Nicht-ideales Gemisch ohne bekannte NRTL-Parameter

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