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PLT-Sicherheitseinrichtungen 

Neu entwickelte Lösung ermöglicht intelligente Diagnose von Messgeräten

| Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

Ab sofort ist es auch im SIL-Loop möglich, Diagnosedaten in Durchflussmessgeräten anzusteuern und auszulesen.
Ab sofort ist es auch im SIL-Loop möglich, Diagnosedaten in Durchflussmessgeräten anzusteuern und auszulesen. (Bild: ©4Max - stock.adobe.com)

In vielen Anlagen der Chemieindustrie gewährleistet eine Sicherheitssteuerung das erforderliche Maß an Sicherheit – im Gefahrenfall schaltet sie ab. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, entscheidet sie, einem Wächter gleich, welche Signale aus der Feldebene an übergeordnete Systeme weitergeleitet werden dürfen und welche nicht. Signale, die für eine intelligente Diagnose von Messgeräten nötig sind, mussten bisher bei PLT-Sicherheitseinrichtungen außen vor bleiben. Einer gemeinsam von Endress+Hauser und Hima entwickelten Lösung wurde nun quasi erstmals der Eintritt in Sicherheitsanwendungen gestattet.

Die Prozessautomatisierung drängt zwar in Richtung Digitalisierung, ein Blick aufs Feld offenbart jedoch eher das Gegenteil. 4…20 mA ist nach wie vor die beherrschende Technologie der Signalübertragung, und obwohl inzwischen viele Feldgeräte mit dem Hart-Protokoll ausgestattet sind, kommt dies in den meisten Fällen nur bei der Inbetriebnahme zum Einsatz.

Bestätigt wird dieser Eindruck von Dr.-Ing. Andreas Ziegler, Senior Automation Engineer im Fachzentrum Automatisierungstechnik bei BASF am Standort Ludwigshafen. Gemeinsam mit seinen Kollegen in der Gruppe Regulated Automation Solutions legt er quasi die Standards für Sicherheitssteuerungen innerhalb von BASF fest. Dazu gehören das Erstellen von Lastenheften, die Nutzung bewährter Funktionsbausteine oder die Entwicklung komplexer, modellbasierter PLT-Sicherheitseinrichtungen. „Wir müssen dabei einen gangbaren Weg für die Anwendung von automatisierungstechnischen Verfahren finden, und zwar nicht nur hier am Standort Ludwigshafen, sondern global“, erklärt Ziegler. Für ihn ist daher der große Unterschied, was in der Theorie möglich ist und was letztendlich im Feld passiert, keine Überraschung.

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