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Bio-Prozessanalytik Netzwerk diskutiert neuesten Stand prozessanalytischer Technologien

| Redakteur: Alexander Stark

Beinahe 50 Anwender und Interessierte folgten der Einladung des in Berlin ansässigen Bio-PAT-Kooperationsnetzwerks zu einem Workshop-Treffen in die Räumlichkeiten von Knauer Wissenschaftliche Geräte. „Aktuelle Entwicklungen in PAT und Softsensor-Technologien“ lautete der Titel der Veranstaltung.

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Dr.-Ing. Anika Bockisch und Prof. Dr. Peter Neubauer heißen die Teilnehmer des Bio-PAT-Workshops in Berlin willkommen.
Dr.-Ing. Anika Bockisch und Prof. Dr. Peter Neubauer heißen die Teilnehmer des Bio-PAT-Workshops in Berlin willkommen.
(Bild: Knauer Wissenschaftliche Geräte)

Berlin – Was haben Bier, viele Impfstoffe oder geklärtes Abwasser gemeinsam? An der Produktion all dieser sind biotechnologische Prozesse beteiligt, die überwacht und gesteuert werden müssen, damit sie optimal arbeiten können. Hierzu ist es notwendig, die Prozesse sehr genau und am besten lückenlos und in Echtzeit zu analysieren. Die dafür notwendigen prozessanalytischen Technologien (PAT) sollen im Netzwerk Bio-PAT speziell für Bioprozesse weiterentwickelt werden.

Auf dem Workshop-Treffen des Bio-PAT-Kooperationsnetzwerks konnten die Teilnehmer sich einen Eindruck von der hochpräzisen Teilefertigung, der modernen Geräte-Montage und des Labors von Gastgeber Knauer machen. Im folgenden Teil der Veranstaltung hielten Mitglieder des Netzwerks Fachvorträge über die Messtechnikbereiche Chromatografie-Systeme, Sensoren für die Gasanalytik ionenselektive Elektroden, direkt im Prozess anwendbare (in-situ) optische Systeme wie Bildanalyse von mikroskopischen Daten und Photonendichtewellenspektroskopie und ihre Bedeutung für die Prozessanalytik. Zudem wurde die Vortragsreihe durch Beiträge zur Chemometrie, Interpretation und Verwertung von komplexen Analysedaten sowohl eingeleitet als auch abgeschlossen.

Ein Thema, das sich durch mehrere Beiträge zog, war die sogenannte Softsensor-Technologie. Hierbei handelt es sich um eine Art virtuellen Sensor für eine Messgröße, die real nicht oder nur sehr schwer zugänglich ist. Mit Hilfe von leichter bestimmbaren bzw. überhaupt messbaren Messgrößen, die über Modelle mit schwer zugänglichen Größen in Korrelation gebracht werden, kann über einen Algorithmus der schwer zugängliche Messwert indirekt ermittelt werden. Bioprozesse verhalten sich oft komplex und können von intelligent kombinierten Sensoren daher profitieren.

Das Kooperationsnetzwerk Bio-PAT verfolgt das Ziel, Kooperationen zwischen kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), Forschungseinrichtungen, Hochschulen und der Industrie aufzubauen, um die Marktposition und Innovationskraft der KMU zu stärken und die Sichtbarkeit der Mitglieder zu erhöhen. Durch gezielte Bündelung von Kompetenzen aus den Bereichen Sensortechnologie & Bioprozessmonitoring, Reaktordesign, Mikroelektronik sowie IT- und Softwareentwicklung sollen neue prozessanalytische Technologien für Bioprozesse zur Erschließung neuer Märkte entwickelt und deren Markteinführung beschleunigt werden.

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