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Pumpen-Monitoring Monitoring und Störungsfrüherkennung bei Pumpen und neue Service-Konzepte

| Autor / Redakteur: Hans-Jürgen Bittermann / Gerd Kielburger

Wie kann der Pumpenbetreiber erkennen, dass eine Pumpe ‚schwächelt’, sich ein schwerwiegender Ausfall anbahnt? Mit Hochdruck arbeiten Hersteller und auch Hochschulen an der Entwicklung intelligenter Diagnosesysteme. Ziel ist eine möglichst einfache, kostengünstige Lösung, die sich auch bei kleineren Prozesspumpen rechnet.

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Mit PumpMon stellt Siemens eine Lösung für die Pumpenüberwachung vor; zugleich zeigt das System Möglichkeiten der Energieeinsparung auf. Bild: Siemens
Mit PumpMon stellt Siemens eine Lösung für die Pumpenüberwachung vor; zugleich zeigt das System Möglichkeiten der Energieeinsparung auf. Bild: Siemens
( Archiv: Vogel Business Media )

Hersteller wie Betreiber von Pumpen wissen, dass viele Aggregate durch falschen Betrieb defekt gehen, nicht so sehr durch natürlichen Verschleiß. Das gilt auch in der chemischen Industrie – Insider sprechen von über 60 Prozent der Fälle! Das stellt im Grunde die übliche Sicherheits- und Verfügbarkeits-Philosophie der redundanten B-Pumpe in Frage: Was passiert wohl mit der eilig installierten B-Pumpe, wenn der nicht bestimmungsgemäße falsche Betrieb, der zum Ausfall der A-Pumpe führte, nicht erkannt wird?

Für diese Fälle sind Monitoring- und Störungsfrüherkennungssysteme konzipiert. Sie signalisieren dem Betreiber, wenn die Pumpe nicht im geplanten Betriebsbereich fördert und Schaden nehmen könnte.

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Die Entwicklung von solchen intelligenten Diagnosesystemen wird von Pumpenherstellern ebenso vorangetrieben wie von Hochschulen. Auch der Markteintritt branchenfremder Unternehmen mit speziellen Diagnosesystemen für Pumpen zeigt, welches Marktpotential dahinter vermutet wird.

Nach einer Abschätzung des VCI entfallen 9 Prozent der Gesamtkosten beim Bau einer verfahrenstechnischen Anlage auf die Redundanz von Pumpensystemen. Durch den Verzicht auf redundante Pumpen könnten die Betreiber laut VCI allein in Deutschland jährlich 500 Millionen Euro Investitionskosten einsparen.

Eine Reihe von kommerziellen Lösungen ist denn auch bereits auf dem Markt verfügbar. Diese Systeme verarbeiten Signale von Schwingungs-, Druck-, Temperatur- oder Motorstromsensoren zu Informationen über den aktuellen Zustand der Pumpe und über die vorliegenden Prozessbedingungen.

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