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Modular vs. Megaplants

Modular vs. Megaplants: Wie sieht die Chemie-Anlage der Zukunft aus?

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In Zukunft sollen intelligente Feldgeräte selbst in der Lage sein, durch Echtzeiterfassung und Auswertung zum Beispiel Ausfälle exakt vorherzusagen. So kann die Instandhaltung punktgenau da eingreifen, wo sie gebraucht wird.

Der Lohn der Mühen: effizientere Turnarounds, bessere Produktionsplanung, längere Laufzeiten und die Vermeidung ungeplanter Stillstände – schon heute gibt rund ein Viertel der Unternehmen an, vorausschauende Wartungskonzepte mittels Echtzeit-Daten zu nutzen. Wenn dazu einheitliche Automatisierungs- und Softwarelösungen oder Fernwartungskonzepte implementiert werden, wird Maintenance 4.0 auch für die modulare Anlage attraktiv.

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Unvereinbare Gegensätze oder Brüder im Geiste?

Denn auch das Baukasten-System ist nicht ohne Vernetzung vorstellbar: Anlagenmodule und Prozessmodule müssen untereinander, mit dem Leitsystem und dem Bediener kommunizieren, soll es nicht bei Insellösungen bleiben. Dabei besteht dringender Handlungsbedarf: Auch der VDI geht davon aus, dass die Modularisierung mit der Standardisierung der Schnittstellen steht und fällt.

Der Kreis schließt sich: Dieselbe Vernetzung, die hilft, Megaplants zum Leben zu erwecken, ist auch das Rückgrat der Chemiefabrik aus dem Container. Neben der Verfahrenstechnik ist die Automatisierung der entscheidende Enabler moderner Produktionskonzepte. So stehen sich im Anlagenbau David und Goliath vielleicht gar nicht so unversöhnlich gegenüber.

Egal, ob Großprojekte mit Skaleneffekten punkten oder die Spezialchemie eine Flexibilität fordert, die nur modulare Konzepte bieten können – das Nervenzentrum sind intelligente und vernetzte Systeme.

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