Prozessdampf Mit Volldampf voraus – Pharmaserv investiert 10 Millionen Euro in Kesselhaus

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Pharmaserv hat ein neues Kesselhaus eingeweiht, dass die pharmazeutische Industrie mit Prozessdampf versorgt. Der Standortbetreiber der Behringwerke in Marburg ersetzt mit der 10 Millionen Euro Investition ein 35 Jahre altes Kesselhaus, das in Sachen Energieeffizienz nicht mehr rentabel war.

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v.l.n.r: Dr. Karsten McGovern (Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf), Florian Rentsch (Hessischer Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung), Peter Aab (Ortsvorsteher Michelbach), Dr. Franz Kahle (Bürgermeister Marburg), Egon Vaupel (Oberbürgermeister Marburg), Thomas Janssen (Geschäftsführer Pharmaserv)
v.l.n.r: Dr. Karsten McGovern (Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf), Florian Rentsch (Hessischer Staatsminister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung), Peter Aab (Ortsvorsteher Michelbach), Dr. Franz Kahle (Bürgermeister Marburg), Egon Vaupel (Oberbürgermeister Marburg), Thomas Janssen (Geschäftsführer Pharmaserv)
(Bild: Pharmaserv)

Marburg – Pharmaserv hat ein neues Kesselhaus am Standort Behringwerke in Marburg eingeweiht, das Prozessdampf für die pharmazeutische Industrie erzeugt. Nach 14-monatiger Bauzeit ersetzt die neue Anlage ein 35 Jahre altes Kesselhaus, das nicht mehr die Anforderungen an Energeieffizienz erfüllt. Das Investitionsvolumen liegt bei 10 Millionen Euro.

Die Leistung des Kesselhauses beträgt bei drei Kesseln jeweils 17 Tonnen pro Stunde. „Von den drei Kesseln laufen zwei im Dauerbetrieb, der dritte Kessel ist zur Sicherheit und permanenten Verfügbarkeit ausgelegt“, berichtet Pharmaserv-Projektleiter Holger Fuchs. Alle drei Kessel werden mit Erdgas betrieben.

Die Errichtung des neuen Kesselhauses ist der Hauptbestandteil des Projektes „Wärmeversorgung und zukunftsweisende Energien“ am Standort Behringwerke. Weitere Maßnahmen sind u.a. die Isolierung des ein Kilometer langen Dampfnetzes und die Errichtung von Blockheizkraftwerken. Das erste BHKW wird zur Heißwasserbereitung im November 2012 in Betrieb gehen.

Heißwasser als Wärmeträger für Gebäudeheizungen

Dem verwirklichten Konzept liegt die Maxime zu Grunde, Dampf nur noch in Prozessen zu verwenden, die eine entsprechende Energiedichte verlangen. Beim Betrieb von Gebäudeheizungen soll daher sukzessive nur noch Heißwasser als Wärmeträger genutzt werden. Durch die Erzeugung dieses Wärmeträgers in dezentralen Blockheizkraftwerken können Kundenbedürfnisse flexibel und spezifisch erfüllt werden.

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