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Bayer Innovations-Perspektive 2012 Mit Innovationen das Leben der Menschen verbessern

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Beeindruckende Zahlen präsentierte Bayer heute beim Presseforum Innovations-Perspektive 2012 in Leverkusen: Rund drei Milliarden Euro gibt das Unternehmen im Jahr 2012 für Forschung und Entwicklung aus. Allein im vergangenen Jahr hat der Konzern mehr als 600 Patente angemeldet. Der Geschäftsbereich Material Science kann auf 250 eingereichte Patente zurückschauen. In der Pharma-Pipeline stecken derzeit 35 Projekte in der klinischen Entwicklung – ein Beweis, das sich 800 Kooperationen im Bereich Forschung und Entwicklung ausgezahlt haben.

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Dr. Marijn Dekkers, Vorstandsvorsitzender von Bayer (rechts) und Forschungsvorstand Prof. Dr. Wolfgang Plischke eröffneten die Innovations-Perspektive 2012 in Leverkusen.
Dr. Marijn Dekkers, Vorstandsvorsitzender von Bayer (rechts) und Forschungsvorstand Prof. Dr. Wolfgang Plischke eröffneten die Innovations-Perspektive 2012 in Leverkusen.
(Bild: Bayer )

Leverkusen – „Den weltweiten Herausforderungen zu Beginn des 3. Jahrtausends können wir nur mit Innovationen begegnen“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Marijn Dekkers beim Presseforum „Bayer Innovations-Perspektive 2012“ am 14. November 2012. Deshalb werde Bayer allein im laufenden Jahr wieder rund drei Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung investieren. Weltweit beschäftigt der Konzern fast 13.000 Forscher, deren Arbeit im vergangenen Jahr zu mehr als 600 Patentanmeldungen geführt hat. Im Mittelpunkt der Forschung und Entwicklung des Unternehmens stehen die Lebenswissenschaften, also die Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze.

Eine positive Entwicklung verzeichnet der Konzern derzeit vor allem bei seinen neuen Produktkandidaten aus der klinischen Phase III der Pharma-Pipeline. In den vergangenen Monaten seien hier weitere entscheidende Erfolge erzielt worden, sagte Dekkers. Dabei verwies er auf die jüngsten Fortschritte beim Gerinnungshemmer Xarelto, den Krebsmedikamenten Stivarga und Radium-223 Dichlorid (Alpharadin), dem Augenmedikament Aflibercept (VEGF Trap-Eye) und bei Riociguat gegen Lungenhochdruck. Die entsprechenden Zulassungen vorausgesetzt, liege das Spitzen-Umsatzpotenzial dieser Produkte in der Größenordnung von mehr als 5,5 Milliarden Euro jährlich. Insgesamt hat das Unternehmen derzeit 35 Projekte in der klinischen Entwicklung.

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Produktionsprozessen verbessern

Neben Gesundheit und Ernährung stünden auch Energie, Ressourcen und Sicherheit für zentrale Herausforderungen unserer Zeit, sagte Dekkers. Bei Bayer Material Science seien deshalb Verbesserungen der Produktionsprozesse einer der wichtigsten Schlüssel zu mehr Nachhaltigkeit. So stelle der Konzern die energieintensive Chlorproduktion auf ein Verfahren um, das den Energiebedarf um rund 30 Prozent senke. „Das Beispiel zeigt: Effizienz und Wirtschaftlichkeit gehen auf Dauer Hand in Hand. Und wo weniger Energie eingesetzt werden muss, verbessert sich auch die CO2-Bilanz“, sagte Dekkers.

Gleiches gelte für die Gasphasen-Phosgenierung bei der Herstellung von TDI, einem der Grundstoffe für Polyurethane. Besonders faszinierend und innovativ sei auch das Forschungsprojekt Dream Production: Hier lasse sich die Konzentration von CO2 zusätzlich verringern, indem es mit einer innovativen Technologie vom Abfallprodukt in einen Rohstoff für die Kunststoffproduktion verwandelt werde.

Innovation nur durch Kooperation möglich

Gerade in der Zusammenarbeit mit Forschungsinstituten und Hochschulen, aber auch mit Start-up-Unternehmen sehe Bayer gute Chancen für die Entwicklung einer Vielzahl von neuen, innovativen Produkten, erläuterte Vorstandsmitglied Prof. Dr. Wolfgang Plischke. „Heutzutage kann kein Unternehmen den Anspruch mehr haben, alles alleine erreichen zu können. Kooperationen und Partnerschaften sind inzwischen ein fester Bestandteil der Innovationskultur von forschenden Unternehmen.“

Der Trend hin zu mehr Kooperationen zeige sich auch darin, dass inzwischen knapp ein Viertel der rund drei Milliarden Euro, die bei Bayer in Forschung und Entwicklung fließen, extern für Kooperationen ausgegeben würden. Dabei nehmen die Kooperationen im Bereich der Biologie mit mehr als zwei Drittel den größten Raum ein. Bayer verfüge über ein exzellentes Netzwerk mit mehr als 800 Partnern in vielen Ländern der Welt, das kontinuierlich erweitert werde.

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