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27.08.2026

Neue ISO 20999 standardisiert die Bestimmung des Gesamt-Halogengehalts in Textilien

Mit der neu veröffentlichten Norm ISO 20999 „Textilien – Bestimmung des Gesamt-Halogengehalts in Textilprodukten – Combustion- und Ionenchromatographieverfahren (CIC)” steht der Textilindustrie erstmals ein standardisiertes Verfahren zur Bestimmung von Fluor, Chlor, Brom und Jod in Textilien zur Verfügung. Die Norm gewinnt insbesondere vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Anforderungen an PFAS-haltige Materialien an Bedeutung.

PFAS wurden aufgrund ihrer wasser-, öl- und schmutzabweisenden Eigenschaften lange Zeit in Textilien eingesetzt. Mit steigenden Umwelt- und Gesundheitsanforderungen verschärfen sich jedoch weltweit die Grenzwerte. So diskutiert die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) Beschränkungen für PFAS in Textilien, während in Kalifornien bereits Grenzwerte für den Gesamtgehalt an organischem Fluor gelten.

Die neue ISO 20999 basiert auf der Combustion Ionenchromatographie (CIC) und ermöglicht die Bestimmung des Gesamtfluorgehalts als Screeningparameter für fluorhaltige Verbindungen. Darüber hinaus lassen sich auch Gesamtchlorgehalt, Gesamtbromgehalt und Gesamtjodgehalt erfassen. Dies kann wertvolle Hinweise auf den Einsatz von Bioziden oder Flammschutzmitteln liefern und unterstützt Hersteller sowie Prüflabore bei der Bewertung potenzieller Gesundheits- und Umweltrisiken.

Metrohm hat die Entwicklung der Norm mit seiner Expertise in der Combustion Ionenchromatographie begleitet. Das genormte Verfahren bietet Anwendern eine zuverlässige Grundlage für die Qualitätskontrolle und das regulatorische Screening von Textilprodukten.