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Identifikation von Synthesewegen Merck übernimmt Entwickler von Retrosynthese-Software

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Merck hat gestern die Übernahme von Grzybowski Scientific Inventions (GSI) vermeldet. GSI entwickelte Chematica, ein rechnergestütztes Retrosynthese-Tool. Die Software verwendet fortgeschrittene Reaktionsregeln und speziell entwickelte Algorithmen zur Identifikation von Synthesewegen, die benutzerdefinierte Vorgaben erfüllen.

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Die rechnergestützte Retrosynthese-Software optimiert Produktivität und organische Synthese
Die rechnergestützte Retrosynthese-Software optimiert Produktivität und organische Synthese
(Bild: Grzybowski Scientific Inventions)

Darmstadt – Die virtuelle Synthese über Chematica reduziert die Zeit zwischen der chemischen Zielkonzeption und der Auswertung von Synthesewegen erheblich, indem sie die Präferenzen eines Labors zur Filterung von Millionen von Datenpunkten verwendet. Die Software ermittelt schnell und effizient optimierte Synthesewege, die für alle Forscher, vor allem in der medizinischen Chemie und in der Wirkstoffforschung, einen bedeutenden Nutzen bieten.

GSI verfügt über eine Wissensdatenbank, die mehrere Zehntausend von Experten definierte Regeln umfasst. Zusammen mit den speziell entwickelten Algorithmen ist das Software-Tool in der Lage, Millionen von Synthesewegen zu überprüfen und die zum Ziel führenden kosteneffizientesten Wege zu identifizieren und auszuwählen. „Durch die Kombination unseres revolutionären Planungstools mit dem breiten Angebot an Ausgangsstoffen und der industrieweit führenden E-Commerce-Plattform von Merck bieten wir unseren Kunden einen beträchtlichen Mehrwert“, sagt Bartosz Grzybowski, Gründer von GSI und Erfinder von Chematica. Die Software steht ab sofort in einer eingeschränkten Version Anwendern aus akademischen Einrichtungen und der Industrie zur Verfügung.

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