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Übernahme von Biotechunternehmen Merck übernimmt Auftragshersteller und -entwickler von mRNA-Wirkstoffen

Redakteur: MA Alexander Stark

Das Pharmaunternehmen Merck hat die Akquisition des Hamburger Auftragsherstellers und -entwicklers Amptec bekannt gegeben. Mit der Übernahme will der Konzern seine Kapazitäten zur Entwicklung und Herstellung von mRNA stärken.

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Der Erwerb von Amptec ergänzt die Expertise von Merck in der Lipidherstellung und schafft ein integriertes Angebot, das die gesamte mRNA-Wertschöpfungskette abdeckt.
Der Erwerb von Amptec ergänzt die Expertise von Merck in der Lipidherstellung und schafft ein integriertes Angebot, das die gesamte mRNA-Wertschöpfungskette abdeckt.
(Bild: Merck)

Darmstadt – Der Erfolg mRNA-basierter Impfstoffe gegen Covid-19 bereitet den Weg für die beschleunigte Entwicklung derartiger Therapeutika auch für zahlreiche andere Krankheiten, ist Merck-Chef Stefan Oschmann überzeugt. Mit der Übernahme des Hamburger Unternehmens Amptec hat sich der Konzern deshalb auch einen führenden Auftragshersteller und -entwickler in diesem Bereich mit ins Boot geholt.

Durch die Kombination von Amptecs PCR-basierter mRNA-Technologie mit dem Know-how von Merck bei der Lipidherstellung sieht sich das Pharmaunternehmen künftig in der Lage, ein differenziertes und integriertes Angebot bereitstellen zu können, das die gesamte mRNA-Wertschöpfungskette abdeckt. Dies soll die Komplexität der Lieferkette deutlich verringern und die Zeit bis zur Markteinführung verkürzen.

Im vergangenen Jahr feierte Amptec sein fünfzehnjähriges Bestehen und bringt mehr als 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit in den Darmstädter Konzern. Das Unternehmen setzt eine differenzierte PCR-basierte Technologie zur mRNA-Herstellung ein, die sich gegenüber anderen Produktionstechnologien als vorteilhaft erwiesen hat.

Neben der Spezialisierung auf die mRNA-Technologie verfügen die Hamburger über ein Diagnostika-Geschäft, das sich auf die Herstellung maßgeschneiderter langer RNA und DNA für In-vitro-Diagnostika konzentriert. Es soll das Diagnostics-Geschäft von Merck ergänzen, das essenzielle Rohstoffe, Komponenten und Services für Hersteller von In-vitro-Diagnostika anbietet.

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